Jülich - Jülicher JuLab ist Maßstab in Deutschland

Jülicher JuLab ist Maßstab in Deutschland

Von: hfs.
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Experimentieren hautnah: Das erleben tausende junge Leute im Jahr, und das erlebten nun auch die Festgäste bei einer kleiner dampfenden Wissenschaftsshow im Seminarraum des Jülicher Schülerlabors zum zehnten „Geburtstag“. Foto: hfs.

Jülich. Das Jülicher Schülerlabor (JuLab) auf dem Campus des Forschungszentrums gilt als Maßstab für deutsche Schülerlabore. Das bescheinigte Helmut Fangmann als Gruppenleiter vom NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung dem JuLab-Leiter Karl Sobotta, der mit seinem Team das zehnjährige Bestehen der Einrichtung feierte.

Sie war 2005 mit dem ehrgeizigen Ziel gestartet, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Wissenschaft zu begeistern. Dieses Ziel sei erreicht worden, wie Gäste und Festredner dem JuLab ins Festbuch schrieben.

„Der frühe Kick für die Wissenschaft“ – dieses damals gewählte Motto sei zielführend gewesen, meinte Professor Wolfgang Marquardt als Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums in seiner kleinen Festrede zum zehnten Geburtstag. Er beschrieb dabei die Geschichte des jetzt 20-jährigen Benjamin Haxhia, der nach seiner Ausbildung als Physiklaborant jetzt am FH-Campus Jülich Maschinenbau studiert. „Durch meinen damaligen Besuch im Schülerlabor hat es Klick gemacht. Ich weiß nicht, ob ich ohne das JuLab einen technischen Beruf ergriffen hätte“, sagte der damalige Schüler der Hauptschule Aldenhoven.

In der sechsten Klasse kam er erstmals zum Experimentieren ins Schülerlabor und fand gleich Gefallen daran, „so viel selbst machen zu dürfen“. Dies sei immer eines der Hauptziele gewesen, daran erinnerte Karl Sobotta als Leiter des Schülerlabors: „Wissenschaft hautnah präsentieren und selber erfahren zu dürfen.“ Rund 40000 Schülerinnen und Schüler konnten das seit der Gründung, jährlich kommen rund 5000 Kinder und Jugendliche dazu.

„Wahrlich eine Erfolgsgeschichte“, gratulierte Thomas Rachel als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung als einer der Festredner. „Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich machen, und ich werde es können“, bemühte Rachel den chinesischen Philosophen Konfuzius und traf damit den Nagel auf den Kopf. „Denn im JuLab können Kinder und Jugendliche Naturwissenschaften selbst erfahren. Damit leistet das hochmotivierte Team des Labors einen wichtigen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland“, sagte er und wies auf das Beispiel von Benjamin Haxhia hin.

An Karl Sobotta gewandt stellte er diesen als Motivator heraus, der in seiner Aufgabe als Leiter geradezu „aufgehen“ würde. „Ihnen und ihrem Team ganz herzlichen Dank, denn unsere Kinder profitieren von diesem von ihnen geschaffenen Juwel auf dem Campus.“

Dass der Dürener Politiker nicht ganz unbeteiligt an der Erfolgsgeschichte war, bescheinigte Sobotta in seiner kurzen Dankesrede. „Sie waren in vielen Dingen der Türöffner“, meinte er und dankte den Sponsoren und dem FZ-Vorstand für ihre nun jahrelange Unterstützung.

Heraus stellte Sobotta aber auch die hiesigen Schulen und das Berufskolleg als Kooperationspartner. „Denn ohne ihre Mitwirkung, ohne ihr Engagement ist unsere Arbeit, jungen Menschen die Faszination von Naturwissenschaften in einer authentischen Lernumgebung selber erfahren zu lassen, zum Scheitern verurteilt.“

Ganz zu Beginn des Schülerlabors sei er skeptisch gewesen, ob die gesetzten Ziele erreicht werden könnten, gestand Professor Bernd Ralle von der Uni Dortmund. Er, der hunderte Schülerlabors in Deutschland durch seine Beratertätigkeit kennt, stellte fest, dass die Ziele mehr als nur erreicht wurden und das Jülicher Labor jetzt das „Leuchtturmprojekt in Deutschland“ sei.

Zum Jubiläum gratulierte auch der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs, ehe eine „dampfende Wissenschaftsshow“ mit Trockeneis und Wasser den Festakt im Seminarraum des Schülerlabors wirkungsvoll beendete.

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