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Jülicher Jecken bieten Ruzica die Stirn

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Rote Handschuhe und schwarz-weiße Perücken: Die Mitglieder der Damentanzgruppe „4everyoung“ verbreiten gute Laune und Spaß. Sie gehörten zu den rund 170 Karnevalisten, die den Jecken am Straßenrand in Inden ein buntes Bild boten. Foto: Mengel-Driefert
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Am Rosenmontagmorgen um neun Uhr trafen sich Burkhard Schmitz von der KG Bärmer Sandhase und seine Mitstreiter und beschlossen schweren Herzens den Zug abzusagen. Wenn alles klappt, wollen die Barmener Karnevalisten ihren Zug im Frühjahr nachholen. Die Laune verderben ließen sie sich jedenfalls nicht, verlegten den Karneval gleich in die Bürgerhalle und feierten bei Erbsensuppe und Bier im Warmen - so auch diese Jungsvom Sportverein Salingia Barmen. Foto: B. Sylvester
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Mit vier Motivwagen und den dazu gehörigen Fußgruppen feierten die Jecke in Hottorf ihren Rosenmontag. Vor allen Dingen trieben die Maarpiraten und ihre Bräute ihr Unwesen. Die Dorfgemeinschaft hatte den geplanten Windpark aufs Korn genommen. Im benachbarten Ralshoven wurde gemeinsam weiter gefeiert. Foto: Kròl
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Von wegen Regen, Sturm und bedrückte Stimmung: Bei einem der größten Züge im Jülicher Land in Lich-Steinstraß haben die Narren ausgelassen gefeiert. Fotos (4): Britta Sylvester Foto: Britta Sylvester
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Dreimal dürfen Sie raten, war diese Närrin beim Zug in Lich-Steinstraß gerade inbrünstig heraus ruft: Alaaf natürlich.

Jülicher Land. Am Morgen des Rosenmontags waren die sorgenvollen Blicke der Narren im Jülicher Land immer wieder gen Himmel gegangen. Aus der Landeshauptstadt Düsseldorf erreichte sie sogar die Nachricht, dass der große Rosenmontagszug wegen des Sturmtiefs abgesagt worden war.

Auch im Jülicher Land haben die Narren reagiert. Oftmals wurde die Züge verkleinert und die Wegstrecken verkürzt. In Barmen entschied sich die KG Sandhase sogar, dem Düsseldorfer Beispiel zu folgen. Der jüngste Rosenmontag war vielleicht nicht ganz so ausgelassen wie in den Jahren zuvor. Aber gefeiert worden ist trotzdem. Traditionell ist Lich-Steinstraß an diesem höchsten aller rheinischer Feiertage eines der Epizentren im Jülicher Land.

Statt dicker Regentopfen fiel beim großen Rosenmontagszug der KG Maiblömche in glücklicherweise nur Süßes vom Himmel. Angesichts von Sturmwarnungen und drohendem Gewitter entschieden die Lich-Steinstraßer sich für eine etwas kürzere Route als üblich, sagten zur Freude der zahlreich die Straßen säumenden Zaungäste ihren beliebten Zug aber nicht ab. Und der Erfolg gab ihnen Recht: Trockenen Fußes drehten die Jecken ihre Runde durch den Möhnewinkel und Teile Jülichs. Zwar hatten wetterbedingt nicht ganz so viele Familien den Weg an den Zugrand gefunden wie sonst übrlich. Trotzdem schallte es aus vielen hundert Kinderkehlen immer wieder „Kamelle“. Die Zugteilnehmer der insgesamt 22 Rosenmontagszüge im Jülicher Land ließen sich diesbezüglich nicht lange bitten. Und auch Sturmtief Ruzica hielt ein wenig den Atem an und ließ die Narren gewähren.

So konnte eine internationale Party gefeiert werden mit Menschen, die aussahen wie Schotten, Mexikaner, Asiaten, Cowboys, Indianern und Piraten. Sogar aus dem Reich der Toten hatten einige Narren ihre prächtigt gestalteten Kostüme entliehen.

Viele Jecken hat der Sturm ohnehin nicht wieter gestört. Das Motto war einfach: Wenn der Wind allzu fest ins Gesicht pustet, dann muss man sich nur umdrehen und man hat Rückenwind.

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