Jülich - Jülicher Grüne wählen Doppelspitze neu

Jülicher Grüne wählen Doppelspitze neu

Von: ptj
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Der neu gewählte Vorstand der Bündnisgrünen im Ortsverband Jülich: (von links) Fraktionschef und Kassenprüfer Dr. Lutz Baumgarten, die Beisitzer Ralf Lehmann und Carsten Wolf (hinten), die neue Doppelspitze Marita Boslar und Sebastian Steiniger, Kassenprüfer Guido Boslar und Kassierer Tobias Schlubach. Foto: Jagodzinska

Jülich. Nach der turnusmäßigen Wahl in ihrer Jahreshauptversammlung im „Café Pasqualini“ hat der Ortsverband Jülich von Bündnis 90/Die Grünen einen neuen Sprecher.

Der „sehr aktive“ 29-jährige Ingenieur Sebastian Steiniger aus Bayern, seit zweieinhalb Jahren Mitglied und seit zwei Jahren wohnhaft in Jülich, erhielt zwei Stimmen mehr als sein Vorgänger Ralf Lehmann. Einstimmig wiedergewählt wurde Sprecherin Marita Boslar.

Ralf Lehmann wurde gemeinsam mit Carsten Wolf zum Beisitzer bestimmt, Tobias Schlubach mit zwei Gegenstimmen zum Kassierer gewählt. Die Kasse prüfen weiterhin Dr. Lutz Baumgarten und Guido Boslar. „Wir haben fast 3000 Euro weniger ausgegeben als geplant.

Wir sind gut im Plus“, betonte Baumgarten, der für die Mitgliederversammlung 2016 einen Finanzplan ausgearbeitet hatte. Pro Wahl hatte der Ortsverband nämlich 2500 Euro bereitgestellt, jedoch bei der Landtags- und Bundestagswahl jeweils deutlich weniger ausgegeben. „Es hat nichts gefehlt“, stellte Sprecherin Marita Boslar fest und nannte in diesem Zusammenhang das Stichwort Ressourcenschonung.

Freudig herausgestellt wurde das „beste Wahlergebnis im Kreis Düren“ bei der Bundestagswahl. „Die Stimmung an den Wahlständen war überwiegend gut“, fasste Lehmann zusammen.

Neue Strukturen

Im Vergleich hat Baumgarten eine „deutlich positivere Stimmung bei der Bundestagswahl als bei der Landtagswahl“ festgestellt, was sich im Wahlergebnis niedergeschlagen habe. Vermissen wird der Ortsverband natürlich Gudrun Zentis als Mandatsträgerin auf Landesebene.

Kreiskassiererin Emily Willkomm-Laufs bereitete den Ortsverband auf eine „stark rückgängige Parteienfinanzierung“ vor und regte zu Überlegungen mit dem Umgang der neuen Strukturen auf Kreisebene an.

Breiten Raum nahm wiederholt die parteieigene Zeitung „Die neue Jülicher“ ein, die drei Mal jährlich in einer Auflage von jeweils 10.000 Exemplaren in Jülich und den Ortsteilen verteilt wird. „Die Zeitung ist für Bürgermeister und Ratsmitglieder Pflichtlektüre. Die Leute warten ein bisschen darauf“, resümierte Baumgarten, der mit Abstand die meisten Artikel verfasst. Jedoch kann der Ortsverband „nicht die erhofften Werbeeinnahmen generieren“ und muss für jede Publikation mehr als geplant aus eigener Kasse zuschießen.

Es seien auch Gastartikel als Kontrapunkt zur grünen Meinung erwünscht, wenn auch vor allem der Gastartikel von Christian Lindner (FDP) „zu erheblichen Irritationen geführt hat“. „Die neue Jülicher“ soll im nächsten Jahr fortgeschrieben werden.

Als „kleiner Lichtblick“ in Jülich wurde die Arbeit des Klimaschutzmanagers herausgestellt. Die Grünen im Ortsverband wollen künftig „mehr die Bedeutung der Stadtbücherei und der Musikschule herausstellen, das Thema soll auch in „Die neue Jülicher fließen“.

Einstimmig wurde ferner beschlossen, das „Grüne Büro“ in der Großen Rurstraße für ein weiteres Jahr anzumieten.

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