Jülicher Gesellschaft ehrt Wolfgang Clement

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Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement ist der neue Preisträger. Foto: dpa

Jülich. Träger des Preises für Zivilcourage und Solidarität 2016 der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz wird Wolfgang Clement (Bonn), der ehemalige NRW-Ministerpräsident und Bundesminister. Die Laudatio hält der frühere Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch. Die Veranstaltung beginnt am 27. Januar um 18 Uhr in der Jülicher Schlosskapelle.

Die Jülicher Gesellschaft würdigt damit unter anderem das schon 15 Jahre währende Engagement des früheren Spitzenpolitikers für das Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Juden des Dürener Nordkreises und für die Ziele der Gesellschaft.

Seit 2003 ist die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz Trägerin einer Veranstaltung zum Weltholocausttag am 27. Januar. Stehen beim Gedenken zum 9. November 1938 die Opfer der Nazi-Diktatur im Vordergrund, so will die Begegnung zum 27. Januar den Blick in die Zukunft werfen. Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss erkämpft, verteidigt und wiederhergestellt werden.

Gabriele Spelthahn, die Vorsitzende der Jülicher Gesellschaft, formuliert es so: „Wir wenden uns mit unserer Arbeit vor allem an die jungen Generationen, die Werte unserer freiheitlichen Grundordnung im Gedenken an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte in die Zukunft tragen, damit es nie wieder geschieht.“

Seit 2006 vergibt die Jülicher Gesellschaft ihren Preis für Zivilcourage und Solidarität. Wolfgang Clement sagte vor 15 Jahren spontan zu, die Schirmherrschaft für das Mahnmal für die ermordeten jüdischen Mitmenschen aus Jülich und dem Jülicher Land zu übernehmen und hielt aus dem Stegreif im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle eine sehr bewegende Rede.

Am 27. Januar werden immer Schüler und Jugendliche aus dem Nordkreis vorgestellt und geehrt, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt engagiert haben. Die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e. V. bittet um Vorschläge.

Zwei Künstler aus Hasselsweiler, Monika und Rolf Müller, zeigen Bilder, die im Kurs über das Konzentrationslager Auschwitz entstanden sind. Dr. Igor Byaly, Cello, Aachen, bereichert die Begegnung mit vier Stücken.

Die Preisträger bisher: 2006: Aktionsgemeinschaft Kopernikusstraße und Klasse 10a Gymnasium Haus Overbach; 2007: Helga und Dr. Jochen Range, Jülich; 2008: Marijke Barkhoff, Linnich; 2009: Norbert Thiel, Jülich, Christel und Manfred Lammel, Nettersheim; 2010: Heinz Bielefeldt, Charles Cervigne und Günther Schorn, Aldenhoven; 2011: Ferdinand Esser, früher Titz; 2012: Heribert Emunds, Dr. Hermann Josef Paulißen, Hubert Plum (alle Linnich) und Dr. Jan-Robert von Renesse (Hamm); 2013: Hilda Swalve (Aachen), Dr. Peter Jöcken (Jülich), Dr. Thomas Kreßner (Jülich); 2014: Gabriel Bach, Jerusalem; 2015: Ralph Giordano, Köln.

Sonderpreisträger: 2009: Martin Goebbels, Florian Gröntgen, Manuel Johnen, Christoph Küppers (alle Overbach); 2010: Peter Giesen, Jüchen; 2015: David Merz (Jusos Jülich) und Torsten Appuhn.

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