Jülich - Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondenten Ulrich Sahm

Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondenten Ulrich Sahm

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Ulrich Sahm, Nahost-Korrespondent, wird in Jülich Ende Januar ausgezeichnet. Foto: Imago/Seeliger

Jülich. Der langjährige deutsche Nahost-Korrespondent Ulrich Sahm mit Sitz in Jerusalem erhält den Preis 2018 für Zivilcourage und Toleranz der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz. Sie ehrt ihn damit für sein jahrzehntelanges Bemühen, seinen deutschsprachigen Lesern, Zuschauern und Zuhörern ein unverfälschtes Bild des Nahost-Konflikts nahezubringen, heißt es in der Mitteilung der Gesellschaft.

Dabei bemühe er sich, den Lesern im deutschsprachigen Raum die besondere Lage Israels aufzuzeigen. Denn in Deutschland werde vielfach übersehen, dass wichtige Regionalmächte wie Iran und Syrien Israel das Existenzrecht absprechen. Das entschuldige nicht die vermeintliche oder tatsächliche Fehler der israelischen Regierung, mache aber manches verständlicher.

Durch den Beruf seines Vaters als deutscher Diplomat wuchs Sahm in Moskau, Paris, London und Ankara auf. Er arbeitete sowohl zum Beispiel für den amerikanischen Sender „cnn“ wie auch für die apa (das österreichische Gegenstück der dpa) und das Kölner „domradio“.

Er war Korrespondent für hoch angesehene Regionalzeitungen wie NRZ (Neue Ruhrzeitung), Hannoversche Allgemeine und schreibt heute noch für die „Badische Neueste Nachrichten“.

Verleihung am 28. Januar

Er ist Autor zahlreicher Bücher. Sahm studierte evangelische Theologie, Judaistik und hebräische Literatur in Deutschland und Israel. Zu seinen Vorfahren zählt Ulrich Sahm auf seiner Homepage augenzwinkernd neben Botschaftern und einem Staatspräsidenten auch Baron von Münchhausen, ist in der Mitteilung weiter zu lesen. Der Preis der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz wird ihm am Sonntag, 28. Januar, um 17 Uhr in der Jülicher Schlosskapelle verliehen.

Auf Wunsch des Preisträgers wird der Ablauf der Veranstaltung, die aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee stattfindet, geändert. Anstelle einer Laudatio wird Ulrich Sahm vor allem mit Blick auf die vielen Schüler kurz einen Blick auf die Lage im Nahen Osten werfen, bevor er zur Diskussion bereit steht. Die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. habe dem gerne entsprochen.

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