Jülich - Jülicher Geschichtsverein betritt Neuland mit seinen Herbsttouren

Jülicher Geschichtsverein betritt Neuland mit seinen Herbsttouren

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Hoffen und freuen sich auf viele Tourteilnehmer beim Jülicher Geschichtsverein: Helga Schmucker und Guido von Büren. Foto: Uerlings

Jülich. 2014 liegt der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 100 Jahre zurück. Aus diesem Anlass veranstaltet der Jülicher Geschichtsverein mehrere Exkursionen und Studienfahrten, die sich mit diesem wichtigen zeitgeschichtlichen Thema auseinandersetzen.

Los geht es am nächsten Samstag, 20. September, mit einer Tagesfahrt nach Essen und Duisburg. „Wir betreten als Geschichtsverein Neuland mit dem Versuch, ein zeitgeschichtliches Thema, das aktuell ist, ins Programm zu nehmen“, sagt der Vorsitzende des JGV, Guido von Büren.

Am 20. September wird in den spektakulären Räumen der ehemaligen Kokerei Zollverein in Essen die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ gezeigt. 2500 Objekte auf 2500 qm Ausstellungsfläche ermöglichen tiefe Einblicke in die gesellschaftlichen Umwälzungen und Modernisierungsschübe jener Zeit an Rhein und Ruhr. Einen ganz anderen Zugang zum Thema ermöglicht die Ausstellung „Zeichen gegen den Krieg. Antikriegsplastik von Lehmbruck bis heute“ in Duisburg. Mit Skulpturen, Wandarbeiten, Installationen, Filmen und Videoarbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler zeigt die Ausstellung künstlerische Kommentare und Auseinandersetzungen mit dem Thema „Krieg“.

Der JGV kooperiert seit einiger Zeit nicht nur, aber auch bei seinen Fahrten mit dem Opladener Geschichtsverein Leverkusen. Beide Vereine tragen so auch den gestiegenen rechtlichen Anforderungen bei Bildungsfahrten Rechnung und können für ihr Klientel laut Guido von Büren günstige Touren anbieten.

Vom 2. bis 6. Oktober findet eine kulturhistorische Studienfahrt nach Flandern und Nordfrankreich statt, bei der die Schlachtfelder und Erinnerungsorte des „Großen Krieges“ angesteuert werden.

Neben der historisch notwendigen Auseinandersetzung mit der schwierigen Phase der europäischen Geschichte stehen bei dieser Fahrt auch die reiche Kulturlandschaft Flanderns und Begegnungen mit den Menschen auf dem Plan. So wird die Gruppe etwa von der ehemaligen Jülicher Partnerstadt Haubourdin empfangen.

Am 11. Oktober geht es ins Bergische. Zwei Museen des Landschaftsverbandes Rheinland, die in besonderer Weise die doppelte Rolle des Bergischen Landes als Agrar- und Industrieregion beschreiben, sind Ziele der Fahrt: Im Bergischen Freilichtmuseum lässt sich erleben, wie die Menschen auf dem Land in der Vergangenheit lebten. Zudem wird dort die Ausstellung „Krieg und Licht. Zur Dynamik der ländlichen Elektrifizierung um 1914“ gezeigt. Auch am Schauplatz Engelskirchen des LVR-Industriemuseums geht‘s „spannend“ zu. In der früheren Baumwollspinnerei Ermen & Engels entstand um 1900 eines der ersten Elektrizitätswerke der Region.

Die Abschlussfahrt 2014 führt vom 31. Oktober bis zum 2. November nach Doberlug, Dresden und Gotha. Im frisch restaurierten Schloss Doberlug wird die Erste Brandenburgische Landesausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ besucht. Die Ausstellung widmet sich den nicht immer spannungsfreien Beziehungen zwischen Sachsen und Brandenburg-Preußen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden zeigt die Ausstellung „14 – Menschen – Krieg“, die Lebenswege und Schicksale von Menschen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs vorstellt. Besichtigungen in Dresden und von Schloss Friedenstein in Gotha runden das Programm ab.

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