Jülich - Jülicher Funkamateure verbinden sich mit der ganze Welt

Jülicher Funkamateure verbinden sich mit der ganze Welt

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Jülich. In den letzten Jahren sind die Feldtage immer auf der Sophienhöhe abgehalten worden. Dieses Jahr veranstaltete der Ortsverein Jülich des Deutschen Amateur Radio Clubs DARC als Premiere die Wettbewerbstage auf dem Gelände der noch funktionsfähigen letzten Kurzwellen-Sendeantenne der ehemaligen „Deutschen Welle“.

Am ersten Septemberwochenende trafen sich Jülicher und auswärtige befreundete Funkamateure zu ihrem jährlich wiederkehrenden Fieldday (Feldtag).

Feldtage sind Wettbewerbe der Funkamateure weltweit. Dabei gilt es, innerhalb eines festgelegten Zeitraums so viele weltweite Funkverbindungen wie möglich herzustellen.

Nach einem ausgeklügelten Bewertungs- und Punktesystem werden die Sieger ermittelt, die mit Pokalen und Urkunden, wie im Sport üblich, ausgezeichnet werden.

Dafür ist es notwendig, dass die teilnehmenden Amateurfunkstationen im freien Feld ihre Funkgeräte, fernab von netzgebundener Stromversorgung, also mit Batteriebetrieb oder mobilen Stromerzeuger, betreiben. Da die Wettbewerbszeiten oft über 24, manchmal auch 48 Stunden betragen, ist natürlich auch campieren im Zelt und Wohnmobil, auf freiem Feld angesagt.

An dem Feldtag in Jülich beteiligten sich ca. 15 Funkamateure mit fünf Funkstationen. Dass das an diesem historischen Ort möglich war, ist Frank Drewes, dem Geschäftsführer der SEG Jülich, in deren Eigentum sich das Gelände befindet, zu verdanken.

Das Besondere an diesem Ort ist natürlich seine Bedeutung, die er in der Vergangenheit hatte. Von hieraus sandte die „Deutsche Welle“ ihre Programme in die ganze Welt. Sie war Verbindungsglied für im Ausland lebende Deutsche, auch Botschafter Deutschlands über die vielen fremdsprachlichen Programme und Informationsträger weltweit.

Insofern setzen die Funkamateure dies mit ihren bescheidenen technischen Mitteln auf eine gewisse Art und Weise fort.

Da man nicht weiß wie viele von ihnen gebaut und in Betrieb waren, ist die Antenne in technischer Hinsicht fast ein Unikat, welches von der Firma „Rohde und Schwarz“ Anfang der 1980er Jahre errichtet wurde. Sie ist für eine maximale Sendeleistung von 500 kW ausgelegt und hat eine Höhe von etwa 38 Metern, also etwa gleich hoch wie der Indemann bei Inden.

Da die Antennenanlage schon seit längerer Zeit nicht mehr in Betrieb und somit mittlerweile in einem fast unzugänglichem Zustand war, mussten erst die Wege und die Antenne von wuchernden Disteln und Strauchwerk befreit werden. So traf sich im Vorfeld eine kleine Gruppe von Mitgliedern des DARC und des VFDB, einer befreundeten Amateurvereinigung der früheren Telekom, um erstmal einen einigermaßen begehbaren Zustand herzustellen.

Diese beiden Vereine wollen sich auch in Zukunft für den Erhalt und die Pflege der Anlage einsetzen, um wenigstens ein kleines Stück der ehemaligen „Deutschen Welle-Sendestelle Jülich“ für Jülich zu bewahren.

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