Stetternich - Jülicher Forscher planen Beteiligung bei Atomiade-Sportwettkampf

Jülicher Forscher planen Beteiligung bei Atomiade-Sportwettkampf

Von: hfs.
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Auf ein gesundes Wiedersehen im kommenden April in Antwerpen: Dies hoffen Asceri-Präsident Henry Koekenberg (l.), sein Vize Bob Pratt (r.) und Ehrenpräsident Heinz Rhein, die unlängst in Stetternich zu einem Arbeitstreffen zusammenkamen. Foto: hfs.

Stetternich. Wenn im Juni kommenden Jahres im italienischen Ispra am Lago Maggiore die 16. Atomiade der 40 Europäischen Forschungseinrichtungen veranstaltet wird, dann werden auch Sportlerinnen und Sportler des Forschungszentrums Jülich (FZJ) an den Start gehen. Das entsprechende Programm wird bereits im März in Antwerpen erörtert.

Sozusagen am „Geburtsort“ der Asceri-Gemeinschaft, der Association of the Sports Communities of the European Research Institutes, die dort genau vor 40 Jahren ins Leben gerufen wurde. Mit zu den Gründervätern gehört Heinz Rhein aus Stetternich.

Bei dem trafen sich unlängst die beiden Asceri-Präsidenten, der Niederländer Henry Koekenberg und der Engländer Bob Pratt, um wichtige Details bezüglich der weiteren Zukunft des Zusammenschlusses zu besprechen, der über 20.000 Sportler aus ganz Europa angehören.

Unlängst feierte er seinen 85. Geburtstag, der Stetternicher Heinz Rhein. Anlässlich des Ehrentages wurde er für sein Lebenswerk mit dem „Asceri Board“ geehrt, der Auszeichnung der Vereinigung der Sportgemeinschaften Europäischer Forschungseinrichtungen. Dessen Gründungsmitglied war Rhein nicht nur, sondern er amtierte auch insgesamt 25 Jahre als Präsident der Asceri.

Abschied beim Ehrenpräsident

Sein Nachfolger, der Niederländer Henry Koekenberg, trat vor acht Jahren in seine Fußstapfen, um sich nun aktuell bei seinem „Alterspräsidenten“ zu verabschieden. Denn beim nächsten Arbeitstreffen im April kommenden Jahres im belgischen Mol wird Koekenberg nicht mehr kandidieren. Die Vorbereitungen auf dieses so genannte Datef-Treffen wurden in Stetternich erörtert.

„Ich hätte keinen besseren Nachfolger als Henry Koekenberg finden können. Er war für unsere Asceri-Gemeinschaft ein Glücksfall. Ich bedauere sehr, dass er nicht mehr kandidiert, aber ich habe Verständnis dafür“, sprach Rhein dem Niederländer seinen tief empfundenen Dank aus.

Koekenberg war mit seinem Stellvertreter Bob Pratt Gast in Stetternich, wo das eintägige Arbeitstreffen mit der Feststellung der drei Protagonisten endete, „dass wir uns um die Zukunft unserer europäischen Sportgemeinschaft keine Sorgen machen müssen“, stellte Rhein als Ehrenpräsident und Botschafter abschließend fest.

Persönliche Gründe sind es, die den Niederländer Koekenberg dazu bewogen haben, nicht wieder für das Amt als Asceri-Präsident zu kandidieren. So wird denn beim 33. Datef, dem Delegiertentreffen der Vereinigung – findet vom 19. bis 22. April in Antwerpen statt – ein Nachfolger gewählt.

Wer dies sein wird, wem die Abgesandten der insgesamt 40 Zentren ihre Stimme geben werden, steht noch nicht fest. Drei potenzielle Kandidaten stehen zur Verfügung, und es ist nicht ausgeschlossen, dass erstmals in der Asceri-Geschichte, die am 27. Mai 1978 im belgischen Mol begann, eine Frau an der Spitze stehen wird. Wer dies ist, darüber hüllen sich die der Präsident und sein Ex noch in Schweigen. Nur so viel wird verraten: „Es ist eine Französin“, lächelt Heinz Rhein, der froh und glücklich ist, „dass sein Lebenswerk weiterhin in guten Händen liegt“, meinte Koekenberg, als er seinem Freund zum Abschied auf die Schultern klopfte.

Dass man sich ausgerechnet in Belgien zum 40-Jährigen Bestehen trifft, wird als gutes Omen angesehen. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass die Zukunft auf sicheren Fundamenten steht, denn bis 2020 stehen die Orte beziehungsweise Länder fest, an denen die jeweiligen Atomiaden, die sportlichen Höhepunkte der Europäischen Forschungseinrichtungen mit ihren über 20.000 Mitglieder, ausgerichtet werden.

40-jähriges Asceri-Bestehen

Dem kommenden Datef folgt im Juni 2018 im italienischen Ispra die 16. Atomiade, wo dann auch das 40-jährige Bestehen von Asceri groß gefeiert wird. „Mit dem Ehrengast Heinz Rhein“, ließ sich vorab Koekenberg entlocken. I

2019 zieht es die Vereinigung zur Vorbereitung der Atomiade im Juni des gleichen Jahres in Polen nach Kurchatov in der Nähe von Moskau. Im März 2020 tagen die Europäischen Sportler im schweizerischen Genf, wo auch die Winteratomiade stattfinden wird. Ausgerichtet von CERN, dem Sitz der Europäischen Organisation für Kernforschung. Dass sich die beiden „Escuri-Macher“ nicht nur über den Gedanken der gemeinsamen Interessen für den Zusammenschluss der Europäischen Sportler identifizieren, stellten sie ebenfalls in Stetternich fest.

„Wir beide haben als Hobby das Bergsteigen, und wir haben beide schon den Kilimandscharo bezwungen“, berichtete Koekenberg erfreut, Wobei er aber auch feststellte, „dass Heinz dies mit 65 Jahren 1997, ich es mit 48 Jahren im Januar 2008 geschafft habe.“ Bei so viel Gemeinsamkeit blickte das Organisationsteam in Stetternich denn auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Was auch Vizepräsident Bob Pratt bekräftigt.

Dass die langjährigen Verdienste von Rhein, dem „Vater der Atomiaden“, auch beim Vorstand des FZJ lobend gewürdigt werden, unterstrich Prof. Wolfgang Marquardt als Vorstandsvorsitzender des Jülicher Zentrums. Denn anlässlich der Übergabe des „Asceri-Award“, der natürlich beim Treffen im Hause des Geehrten auf dem Tisch stand, hatte der ihm persönliche und herzliche Glückwünsche ausgesprochen, sein jahrzehntelanges Engagement auf europäischer Ebene besonders gewürdigt.

„Bleiben Sie dem Sport und bleiben Sie uns, dem Forschungszentrum, weiterhin gewogen“, schrieb er. Was Rhein nicht nur rührte, sondern auch weiterhin als Ansporn dafür sieht, sich – soweit es die Gesundheit zulässt – weiterhin dem Europäischen Gedanken zu widmen.

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