Jülicher Forscher messen Klimadaten - mit Linienfliegern

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Jülich. Mit Hilfe des Forschungszentrums Jülich wird die weltweite Klimaforschung künftig ausgeweitet.

Unter Projektleitung des Forschungszentrums Jülich werden weltweit Linienflugzeuge von Fluggesellschaften mit spezieller Messtechnik ausgestattet, die während des Fluges routinemäßig atmosphärische Spurenstoffe, Schwebe- und Wolkenteilchen erfasst. Das hat jetzt das Forschungszentrum zum Start der operativen Phase mitgeteilt.

„Unsere Daten schließen die Lücke zwischen den Satelliten und den Messstationen auf der Erde”, stellte der Koordinator und Atmosphärenphysiker Andreas Volz-Thomas fest. Geplant sei eine unbefristete Langzeitmessung.

Ziel des Projektes sei die Schaffung der nach jetzigem Stand weltweit größten Mess-Infrastruktur. Bisher gebe es kleinere Mess-Projekte. Die Geräte an Bord sollen wichtige Messdaten für Klimaforschung und Luftreinhaltung sammeln. Sie fließen unter anderem in Klimamodelle ein und in Modelle für die Luftreinhaltung. Die Wissenschaftler wollen mit Hilfe der Ergebnisse auch den Einfluss der Luftfahrt auf das Klima besser beurteilen können.

In den nächsten Jahren werden nach Angaben des Forschungszentrums weltweit rund 20 Fluggesellschaften Maschinen mit dem neu entwickelten Instrumentenpaket ausstatten. Den Start machte die Lufthansa, der erste Flug sollte nach Dallas gehen. An dem Projekt seien 15 europäische Partner auch aus der Luftfahrtindustrie und Wettervorhersage beteiligt.
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