Jülich - Jülicher Flüchtlinge ziehen in Kreiswehrersatzamt

Jülicher Flüchtlinge ziehen in Kreiswehrersatzamt

Von: -vpu-
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Bis zu 100 Flüchtlinge können im alten Kreiswehrersatzamt untergebracht werden. Foto: Uerlings

Jülich. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Jülich wird durch zwei Beschlüsse des Stadtrates neu aufgestellt. Den Plan, alte Gebäude auf dem Gelände der früheren Rundfunksendeanlage Merscher Höhe zu ertüchtigen und zu nutzen, hat der Stadtrat zumindest kurzfristig verworfen. Mit dem Beschluss des Haushaltes 2015 wurden jedenfalls Mittel von 350.000 Euro für diesen Zweck gestrichen.

Und im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung wurde der Beschluss gefasst, das alte Kreiswehrersatzamt für mindestens fünf Jahre anzumieten.

Beigeordneter Martin Schulz bestätigte dieses Votum aus nichtöffentlicher Sitzung auf Anfrage. Der Vertrag läuft über fünf Jahre und hat eine Verlängerungsoption. In dem großen Gebäude des früheren Kreiswehrersatzamtes stehen 53 Räume zur Verfügung. Je nach Belegung (Familien oder Einzelpersonen) können hier 80 bis 100 Menschen untergebracht werden.

Der Bedarf ist nach wie vor hoch. Wie eine Vertreterin des Jülicher Sozialamtes diese Woche sagte, seien die vorhanden Unterkünfte in der Stadt vollständig ausgebucht. Das Kreiswehrersatzamt stellt auch aufgrund seiner zentralen Lage für eine deutliche Mehrheit im Stadtrat die bessere Alternative gegenüber der Merscher Höhe dar, die weit abseits liegt und noch nicht einmal von einem Bus angefahren wird. Wie unsere Zeitung in Erfahrung brachte, ist die Einquartierung im Gebäude an der Neusser Straße auch um fast ein Viertel günstiger als in den Altgebäuden des Senders.

Ganz vom Tisch ist die Unterkunfts-Option Merscher Höhe allerdings noch nicht, was sicher von der Zahl an zugewiesenen Asylbewerbern und Flüchtlingen abhängt. Im Haushalt 2015 sind noch 50.000 Euro vorgesehen, die von der Verwaltung zur Planung des Umbaus genutzt werden können.

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