Jülicher FH hilft Aids-Camp in Kenia

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Kräftig gejazzt wurde auf dem Benefiz-Konzert unter anderem von FH-Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann (l.) und Kalle Rademacher am Kontrabass. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Professoren, Mitarbeiter der Fachhochschule, Studenten, Rektor Marcus Baumann und Konzertbesucher trafen sich im Gerling Pavillon auf dem Jülicher Campus. Moritz Koch, ein ehemaliger Student der FH Aachen, trat auf die Bühne und erzählte von Erfahrungen in Kenia. Koch sammelt Spenden für eine Aids-Krankenstation.

Die Solidarität mit diesem Land und die finanzielle Unterstützung für das Aids-Camp in Kenia war der Anlass für das folgende Benefiz-Konzert.

Warum sich Koch engagiert, erklärt er in wenigen Worten: Nach Beendigung seines Bachelorstudiums 2012/13 blieb ein halbes Jahr Leerlauf bis zum Beginn eines anschließenden Masterstudiums. Er wollte die Zeit nutzen und reiste für drei Monate als freiwilliger Helfer nach Kenia. „Ich war schon viel unterwegs, jedoch noch nie in einem Entwicklungsland. Das gehört aber dazu, wenn man die Welt verstehen will“, ist Koch überzeugt und für diese Erfahrung dankbar.

Der junge Mann arbeitete in einem Waisenhaus, einer Grundschule, in der Landwirtschaft und die meiste Zeit in dem Aidscamp. Die Klinik bestand aus einem kleinen Raum mit zwei behandelnden Ärzten. Die Behandlung sei immer die gleiche gewesen, egal, welche Symptome vorlagen. Ob Bauch-, Kopfschmerzen oder ein gebrochenes Bein – die Therapie bestand aus Antibiotika. „Das war ziemlich unbefriedigend“, schilderte Koch den Alltag. „Ich musste hilflos zusehen, wie Patienten weggestorben sind.“

So fasste er den Entschluss, zu helfen. Wenn nicht auf direktem Weg, dann wenigsten mit Geld. Koch erhielt große Unterstützung von Professoren, Studenten und Freunden. Die Fachhochschule Aachen stiftete ein Mikroskop und die Geldspenden werden in medizinische Hilfsmittel investiert, wie Rollstühle, Betten oder beispielsweise Blutzucker-Messgeräte.

Das Benefiz-Konzert auf dem Campus organisierten Anja Scholz, Sängerin der Band „Neolog“ sowie Studentin der FH Aachen auf dem Campus Jülich, und FH-Mitarbeiterin Virginia Lisken.

Den Auftakt bildetet eine Percussiontruppe, bestehend aus Professoren und Mitarbeitern. Beim anschließenden Jazz griff Rektor Marcus Baumann in die Tasten seines Pianos, begleitet von Kalle Rademacher am Kontrabass. Den Abschluss gestaltete die Band „Lounge Pad“. Rekor Baumann freute sich über das Engagement seines ehemaligen Studenten und sagte: „Ich finde es sehr schön, dass ich heute nicht so richtig was zu sagen habe“.

Nach der Pause traten Moritz Koch und Rebecca Brückner auf, gefolgt von der Professorin für Biomedizinische Technik und Sängerin Aysegül Temiz-Artmann, die Lieder aus ihrer türkischen Heimat vortrug.

Tochter Asli Temiz und Melaz Band sowie die FH-Band „Neolog“ überzeugten das Publikum mit aktuellen Coverversionen und eigenen Stücken.

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