Jülich - Jülicher feiern Silberfest in Grün-Weiß-Rot

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Jülicher feiern Silberfest in Grün-Weiß-Rot

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Zu den spektakulären Höhepunkten des 25. Stadtfestes der Jülicher Werbegemeinschaft zählte die venezianische Parade am gestrigen Sonntag. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir feiern im Zeichen der Krise. Noch ist der Konsum eine der Stützen der Gesellschaft”, betonte Wolfgang Hommel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Jülich beim Festakt zum Silberjubiläum der Jülicher Stadtfeste im Alten Rathaus.

Junge Tradition

Hommel bot der illustren Gesellschaft einen umfassenden Rückblick auf die Entwicklung der Feste von der Kirchweih über den Jahrmarkt bis hin zu Volksfesten, dem „genauen Gegenteil von Stadtfesten”. Letztere „haben eine junge Tradition, dienen der Darstellung innerstädtischen Handelns und der Herausstellung besonderer Charakteristika.

In 25 Jahren sind die Verkaufsflächen des Handels explodiert. Noch nie geahnte Mobilität, größere Freizeit, Schnäppchenführer und Internet begünstigen die Idee, woanders zum Shoppen hin zu fahren”, beklagte Hommel den Prozess abnehmender Unverwechselbarkeit von Städten. „Wir können nur italienisch feiern”, verwies er hingegen nicht ohne Stolz auf die römischen Wurzeln Jülichs und die zweite Stadtgründung durch Alessandro Pasqualini 1549.

Passendes Ambiente war die viel beachtete Wanderausstellung des Kooperationspartners „Förderverein Festung Zitadelle”. Auf 24 bebilderten informativen Schautafeln bietet diese einen detaillierten Einblick in Herkunft und Lebenswerk des italienischen Baumeisters.

„Der Jülicher Festkalender müsste sich mehr konzentrieren. Wir dürfen uns nicht nur selber feiern, wir müssen auch woanders wahrgenommen werden”, nannte Hommel die Stadt Düren im nun folgenden Ausblick als Vorbild. Weitere persönliche Denkanstöße des Vorsitzenden waren die Verbindung des Frühlingsfestes der Werbegemeinschaft mit der Frühkirmes oder die Einbeziehung des „zweiten Teils des Jülicher Slogans, der Forschung” in die Ausrichtung von Stadtfesten zur „Markenbildung der Stadt”.

„Durch die damalige Initiative der Werbegemeinschaft unter Vorsitz von Franz Schmitz, Heinz Kaschluhn und Wolfgang Hommel ist Jülich heute um eine Tradition reicher, die von großer Kontinuität geprägt ist”, dankte Bürgermeister Heinrich Stommel dem Silberjubilar.

Höhepunkt des Festaktes war die Auszeichnung der fünf heute noch lebenden Festausschussmitglieder Gertrud und Martin Vent, „Büb” Bongartz, Hans Koßler und Hans Riesen. Sie „haben nicht nur Planungen gemacht”, betonte Hommel ihr Engagement „vom Kassieren der Standgelder bis hin zum Kehren nach dem Fest”. Als Dankeschön erhielten die Geehrten ein gerahmtes Jülicher „Multimotiv”.

Inmitten der Vielfalt des im Anschluss durch Hommel und Stommel eröffneten Stadtfestes mit Musik, Tanz und Akrobatik, Verkaufs- und Informationsständen und einem breit gefächerten Gastronomieangebot fielen einige „italienische Details” besonders in Auge: Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich stellten beeindruckende Gipsmodelle fast lebensgroßer Figuren aus der römischen Antike aus. Besonders treffend hatten Schüler der Gesamtschule Merzenich typisch italienische Figuren aus Pappmach gefertigt. Ein weiß gekleideter Italiener schritt auf Stelzen durch die dichte Menge. Höhepunkt im sonnenumstrahlten „italienischen Jülich” war sicher die prunkvolle venezianische Parade am Sonntag.
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