Jülich - Jülicher Eifelverein aufs Fest bestens vorbereitet

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Jülicher Eifelverein aufs Fest bestens vorbereitet

Von: ptj
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Der Nikolaus fährt mit einem von Rentieren gezogenen Schlitten in den großen Saal des Hauses der Arbeiterwohlfahrt zur Weihnachtsfeier des Eifelvereins. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Vor Weihnachten versammelt sich die Eifelvereinsfamilie, zügelt ihre Wanderlust und hält inne“. Mit diesen fast poetischen Worten begrüßte Bernd Flecke, Vorsitzender der Ortsgruppe Jülich, zur traditionellen Weihnachtsfeier im Haus der Arbeiterwohlfahrt.

Zum Auftakt stimmten alle Gäste gemeinsam den adventlichen Hymnus „Macht hoch die Tür“ an. Im anschließenden „Singspiel vom Nikolaus“ sorgte die vereinseigene Jugendgruppe unter Leitung von Dagmar Klinkenberg für Kurzweil und Fröhlichkeit.

Nachdem die Mädchen und Jungen den von Flöten begleiteten Zuckowski-Song „Fröhliche Weihnacht, macht euch bereit“ angestimmt hatte, fuhr der Nikolaus in Gestalt des 14-jährigen Tim mit dem Schlitten in den großen Saal ein, gezogen von zwei sehr süßen weiblichen Rentieren. Zu einem weiteren Song von Rolf Zuckowski „Kinder stellt die Stiefel raus, morgen kommt der Nikolaus“ holte der Heilige Mann aus seinem großen Sack Stiefel und Bürsten. Diese wurden verteilt, unter anderem auch an den Vorsitzenden, damit die Treter für die Bescherung auch gut blinken.

Höchstpersönlich wandelte der Nikolaus von Tisch zu Tisch, um die eine oder andere Hand zu schütteln. Später bereicherte die Jugendgruppe die Feier mit Posaunen- und Flötenbeiträgen zur Weihnachtszeit. In zwei Blöcken ließ das beliebte Quartett „Tona-lita“, das diesmal wegen der Erkrankung von Sopranistin Brigitte Mainz auf ein Terzett reduziert war, seine „goldenen Kehlen“ erklingen. Begleitet von Pianistin und Chorleiterin Inge Duwe interpretierten Ursula Keuter (Sopran), Claudia Rohowsky und Ulrike Werres (beide Alt) fünf wunderschöne Stücke.

Das Repertoire begann mit der mundartlichen Chorkomposition „Sing ma im Advent“ von Lorenz Maierhofer und reichte über die Knef-Vertonung von Hans Hammerschmid „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ bin hin zur kreativen und gestikreichen Interpretation des Kinderliedes „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ mit Blockflötenintro durch Ursula Keuter. Kräftiger Applaus und Weihnachtssterne zum Fest belohnten die beeindruckende Leistung des Ensembles.

Kläre Ley verlas die Weihnachtsgeschichte „Begegnung am heiligen Abend“. Hier begehrt der schwarzhäutige Abuadif am Heiligen Abend einen Platz am heimischen Tisch vor dem Weihnachtsbaum der Erzählerin. Letztere erinnert daran, dass sie immer für afrikanische Belange spendet, aber das ginge denn doch zu weit. Wer habe denn wem die Zivilisation gebracht? „Und wenn ich das Christkind wäre?“ Nach dieser Frage entschwindet der schwarze Besucher plötzlich, und natürlich geht diese wundersame Begegnung der Erzählerin nicht mehr aus dem Sinn. Hat sie etwa dem Christkind den Einlass verwehrt?

Zur weiteren verlesenen Weihnachtprosa und -poesie zählten unter anderem das Gedicht „Sterne zu verschenken“, vorgetragen von Helga und Lea Dreßen, oder der „Brief an den lieben Gott“ zum Schmunzeln aus dem Mund von Heinz Kieven. Hier bittet eine bedürftige Pensionärin Gott in einem Brief um 100 Mark. Die den Brief in Empfang nehmenden Finanzbeamten spielen das Christkind, bekommen aber nur 70 Mark zusammen. Weitere gern gesehene Gäste war eine Abordnung des Mandolinenorchesters „Rurtal“. Mit zwei Gitarren, zwei Mandolinen und einer Mandola interpretierten drei Damen und zwei Herren zunächst die „Tanzstunde am Spinett“, gefolgt vom „Schneewalzer“, bei dem sie um gesangliche Begleitung baten. Dieser Bitte kamen die Gäste nach. Viele Weihnachtslieder folgten bei der Feier, die allen Gästen Freude bereitete. Mit „Leise rieselt der Schnee“ erklang der Schlussakkord.

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