Jülich - Jülicher CDU begrüßt Pläne für kleines Kreishaus

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Jülicher CDU begrüßt Pläne für kleines Kreishaus

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Jülich. Die Jülicher CDU begrüßt die Pläne von Landrat Wolfgang Spelthahn, in Jülich ein „Kreishaus light“ einzurichten. Damit, so der Stadtverbandsvorsitzende Elmar Fuchs, werde eine Forderung der Jülicher Christdemokraten aufgegriffen, die „strukturellen Fehler der kommunalen Neugliederung“ zu Gunsten der Bewohner des Nordkreises und zugunsten der Ex-Kreisstadt Jülich zu korrigieren.

Dabei, so erläutert Fuchs, spiele es keine entscheidende Rolle, ob der Kreis seine Verwaltungseinheiten konzentriert in Gebäuden im Eigentum der Stadt Jülich oder ob von einem privaten Eigentümer Räume angemietet würden. „Entscheidend ist, dass die Kreishausfunktionen zentrumsnah zur Verfügung stehen.“

Dagegen plädieren die Jülicher Grünen klar dafür, das Kreishaus in der Realschule unterzubringen. Diese städtische Immobilie, so Dr. Lutz Baumgarten von der Grünen-Fraktion, stünde ab Sommer 2014 zur Verfügung. Für die Realschule sprächen die Größe des Gebäudes, die zentrale Lage in der Nähe des Walramplatzes mit seiner Nahverkehrsanbindung, die Nähe zur Arbeitsagentur, sowie der Schulhof als Parkplatz für Mitarbeiter und Besucher.

Attraktive Innenstadt

Für den Christdemokraten Fuchs ist die Tatsache, dass das Alte Rathaus wieder vollständig durch Einrichtungen der Stadt Jülich genutzt werden soll, ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, vor allem auch im Hinblick auf die Raumnot, die seit Jahren in der Verwaltung bestehe. Für die CDU sei beispielsweise vorstellbar, Standesamt, Einwohnermeldeamt und Arbeitsräume der Fraktionen künftig wieder im Alten Rathaus anzusiedeln. Zudem müsse sichergestellt werden, dass der Sitzungssaal des Alten Rathauses wieder für private oder öffentliche Nutzungen zur Verfügung gestellt werden könne.

Vor wenigen Jahren noch, so erläutert Fuchs, wurde als ernsthafte Alternative ein kompletter Rathausneubau geprüft, was aus Kostengründen verworfen werden musste. Die Lösung, die sich jetzt nach Spelthahns Vorstoß abzeichne, „ist mit Sicherheit für alle Beteiligten günstiger“, hebt der Stadtverbandsvorsitzende hervor. Die CDU Jülich sehe in der jüngsten Ankündigung des Landrats auch die konsequente Fortsetzung der Initiative der CDU Jülich vor einem Jahr, wieder das Kennzeichen JÜL einzuführen.

Zwar sei das eher ein symbolischer Akt gewesen, der aber auch dazu geführt habe, die gestartete Initiative des Kreises zu ermöglichen. Der Stadtverband fordert zudem Heinrich Stommel, den Jülicher Bürgermeister, auf, den eingeschlagenen Weg des Kreises „konstruktiv zu begleiten, um einen möglichst reibungslosen Ablauf sicherzustellen“.

Auch die Grünen, so Baumgarten, sehen im Alten Rathaus das geeignete Gebäude, städtische Ämter mit starkem Publikumsverkehr zu konzentrieren, um den Marktplatz stärker zu beleben. Dies hätten die Grünen sowohl in ihrem Antrag zur Marktplatzgestaltung als auch im Antrag zum Nutzungskonzept der Realschule klargestellt. Dieser Meinung habe sich nun auch der Stadtrat mit seinem Beschluss angeschlossen.

Immobilienverkauf

Als Alternative für die Unterbringung der Jobcom und des „kleinen Kreishauses“ sehen die Grünen die Realschule an. Diese Immobilie lasse keine Wünsche offen und sei damit „wesentlich besser für die Pläne des Landrats geeignet als das Alte Rathaus“.

Der Ratsbeschluss zur Vermarktung der Real-, Musik- und Schirmerschule stehe dieser Nutzung nicht im Wege, im Gegenteil. Eine Vermarktung bedeute nämlich nicht zwangsläufig einen Verkauf der Gebäude. Vernünftigerweise könne der Rat einen solchen Verkauf auch nicht gemeint haben, denn durch den Wegfall des Eigenkapitals und der Mieteinnahmen von der Jobcom würde ja das Haushaltssicherungskonzept der Stadt in sich zusammenbrechen. Wie eine Vermarktung der Realschule konkret aussehen könnte, müsse Ergebnis von Verhandlungen zwischen Stadt und Kreis Düren sein.

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