Jülich - Jülicher Buchhändler mit ihren besten Empfehlungen

Jülicher Buchhändler mit ihren besten Empfehlungen

Von: ptj
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Bescherten einen vergnüglichen und informativen Abend zum Thema „Bücherherbst“: die Jülicher Buchhändler (von links) Guido Lips, Eva Behrens-Hommel, Wolfgang Hommel, Katja Dahmen, Jürgen Schmitte und Ellen Peters. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Bücherherbst“ war die gleichzeitig vergnügliche und informative Veranstaltung in der Buchhandlung Fischer überschrieben, in der sechs Buchhändler 120 Zuhörern je drei Neuerscheinungen vorstellten – inklusive Leseprobe.

Die selbst auferlegten Regeln zu diesem Anlass waren, dass die vorgestellten Werke gut lesbar sein müssen, nicht auf der Spiegel-Bestsellerliste stehen dürfen und von den jeweiligen Buchhändlern selbst ausgewählt sind – also Seiten, die „ihre Saiten zum Schwingen bringen“. Letztere Maxime war zugleich die Wichtigste, denn die Begeisterung der Vortragenden war durch die Bank ansteckend.

Ellen Peters‘ Buchvorschläge reichten vom „entspannten Krimi“ bis zum „warmherzigen klugen Liebesroman“. Erwähnenswert ist das „ergreifende Erstlingswerk“ von Jessica Koch „Dem Horizont so nah“. Es handelt sich um eine wahre Geschichte um einen von seinem Vater missbrauchten Jungen, die die Autorin in ihrem Roman verarbeitet. Guido Lips hielt einen Zylinder in der Hand; das war ein passendes Accessoire für sein vorgestelltes Buch „Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning“ von Julia Claiborne Johnson. Denn in der Welt des neunjährigen Frank mit enzyklopädischem Wissen ticken die Uhren anders. Ferner hatte Lips einen Krimi im Gepäck, der „nichts für schwache Nerven ist“ und ein Buch über Kinderwaisenzüge und das Schicksal der „Kinder mit Umtauschrecht“.

Eva Behrens-Hommel legte ihr Augenmerk auf Werke mit gleichzeitig tragischen und komischen Momenten, darunter die Tragikkomödie mit autobiographischen Zügen „Geister“ von Nathan Hill, ein Erstlingsroman über einen manipulativen Vater, der in 20 Sprachen übersetzt wurde. Ferner hat die Chefin aus dem Hause Fischer eine Vorliebe für Autoren, die „in verblüffend einfacher Art und Weise“ wissenschaftliche Fakten darstellen.

Wolfgang Hommel hat ein Faible für eine Mischung aus Wirtschaftssachbuch und Biografie. Bei seinen Präsentationen ging es diesmal um die Schlagworte „Freiheit und Existenz“. Ein Beispiel ist das gleichzeitig kluge und vergnüglich geschriebene „Café der Existenzialisten“ von Sarah Bakewell.

Jugendbuchhändlerin Katja Dahmen mag reich illustrierte „schräge“ Kinder- und Jugendliteratur“. Ein Beispiel ist „Ein Junge namens Weihnacht“ von Matt Haig, eine schräge Geschichte aus dem Wichtelland, wo der „Glaube an das Unmögliche“ zum Tragen kommt. Als passendes Accessoire zu einem Buch über eine energiegeladene Oma hatte sie einen allerdings leeren Wassereimer mitgebracht.

Jürgen Schmitte „macht immer sein Science-Fiction-Ding“, brachte es einmal eine Kundin auf den Punkt. Passend zu dem Themenkreis stellte er „Peripherie“ von William Gibson“ vor, das in zwei in der Zukunft liegenden Zeitzonen spielt. „Gibson denkt konsequent zu Ende“, sagt Schmitte. Ferner bot der Buchhändler eine „Reise in die Welt der Quantengravitation“ und einen Kriminalroman, in dem der Protagonist mit „Asperger-Syndrom“ einen ungewöhnlichen Job hat: Er „beantwortet Fragen jeglicher Art“. Die Frage, die sich die Buchhändler nach ihrer mit Applaus bedachten Präsentation stellt: Welches Buch macht nun das Rennen auf der „internen Bestsellerliste?“.

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