Jülicher Badförderer sehen Probleme mit Wassertemperierung

Von: ptj
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Bewährter Vorstand einstimmig bestätigt: (V.l.) Beisitzer Claus Maas, Vize-Vorsitzende Anette Detert, Beisitzerin Rita Wolff-Romeike, Vorsitzender Jochen Borell, Beisitzerin Katja Behr, Kassenwartin Gabi Frinken und Schriftführerin Elfriede Krüger. Es fehlen die Beisitzer Günter Mörsch und Tilman Weid. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. Sollte sich der „Förderverein Freibad Jülich“ (FFJ) in „Förderverein Jülicher Bäder“ umbenennen, weil im Hallenbad „dringender Handlungsbedarf“ besteht? Diese Frage, ein Vorschlag von Josef Krott, beschäftigte die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Lokal „Zum Maiblömche“.

Der als Vorsitzender einstimmig bestätigte Jochen Borell und seine Vertreterin Anette Detert waren gegen die Umbenennung, stellten sich aber der Antragsstellung nicht entgegen, zu der es dann aber nicht kam. Als Hauptgrund gegen die Umbenennung nannte Borell die Tatsache, dass der Förderverein „für den Erhalt der Jülicher Bäder als sich ergänzende Freizeit- und Sporteinrichtung eintritt“, wie es auch auf der Homepage zu lesen ist.

In erster Linie wolle sich der gemeinnützige Verein aber dem Freibad widmen, wo die Wassererwärmung mit Hilfe von „Wärme-Tankern“ aber nicht langfristig gesichert sei. Aufgrund des betriebenen Aufwands seien die Stadtwerke, mit denen der Förderverein sich regelmäßig austauscht, laut Borell zwar schon an einer längerfristigen Nutzung interessiert. Die Situation könne sich trotzdem schnell ändern, denn der Containerverleiher würde lieber verkaufen als verleihen, was für die Stadtwerke aber „wirtschaftlich nicht interessant“ sei. Nicht zuletzt habe sich der „Förderverein Freibad“ damals gegründet, um eine drohende Schließung zu vermeiden. Diese Gefahr sieht Borell beim Hallenbad in naher Zukunft aber nicht.

Neben der politischen Situation um eine definitive Beschlussfassung der Stadt Jülich unter Einbeziehung der Stadtwerke wurde vor allem die zu hohe Wassertemperatur im Hallenbad diskutiert, die andererseits aber von vielen Gästen gewünscht werde. Mit Blick auf diese Temperatur-„Misere“ bekamen sowohl die in die Jahre gekommene Technik als auch ihre Bediener keine guten Noten. Nach Bekunden von Anette Detert wäre der FFJ bereit, sich in der Hallenbadfrage mehr einzubringen, allerdings wünscht sich der Verein auch deutlich mehr Unterstützung von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und dem Wassersportverein Jülich.

Der Förderverein ist gut aufgestellt und zählt 163 zahlende Mitglieder. Die tatsächlich Mitgliederzahl liegt aber bei mehreren Hundert, weil die meisten Beitragszahler den Familienbeitrag von 20 Euro jährlich (Einzelbeitrag 15 Euro) gewählt haben. Die für die geplante Heizung angesammelten Spendengelder wurden wegen der hohen Kontoführungsgebühren auf ein Sparbuch transferiert.

Das Freibad befindet sich in „relativ gutem Zustand“. Die Vereinsmitglieder haben zwei Bänke für die Wartezonen im Eingangsbereich angeschafft und das Beachvolleyballfeld ertüchtigt. Ferner sollen zwei bis drei Damen aus dem Förderverein fortan für eine ansprechende Teilbepflanzung im Eingangsbereich sorgen. Die Homepage (www.foerderverein-freibad-juelich.de) wird in naher Zukunft als „Baukastensystem“ ansprechender gestaltet.

Ein an die Mitgliederversammlung anschließendes Vorstandsgespräch befasste sich mit der geplanten Beseitigung des „Schandflecks“ in Gestalt des ehemaligen Planschbeckens neben dem Kiosk. Noch ist die Planung nicht in trockenen Tüchern.

Das Freibad Jülich öffnet übrigens am 1. Mai seine Tore. Preise und Öffnungszeiten bleiben erneut unverändert, das Wasser wird temperiert.

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