Jülich strebt eine neue Städtepartnerschaft an

Von: jan
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Axel Fuchs (Bildmitte, rechts) empfängt die Delegation aus Taicang. Foto: Jansen

Jülich. Ein chinesisches Wort konnten die Gastgeber aus Jülich ganz einfach lernen. Es lautet wie der deutsche Ausdruck des Erstaunens: „Oh“. Allerdings wird das Oh mit mehr Druck auf dem Kehlkopf und länger gezogen ausgesprochen. Es bedeutet so etwas wie super oder wundervoll.

Ein lautes Oh sprach Bürgermeister Wang aus Taicang aus, als Yun Zha Yan ihm einen großen Blumenstrauß überreichte. Die junge Frau stammt ebenfalls aus Taicang und studiert seit 2012 an der Fachhochschule in Jülich. „Für mich war es ein Bedürfnis, dem Bürgermeister Blumen zu überreichen“, sagte sie, als sie nach dem Empfang für die große Delegation aus Taicang auf dem FH-Campus vortrat und Wang beschenkte.

Der FH-Campus war eine der Stationen, die die Gäste aus China auf ihrer Rundreise durch Jülich am Mittwoch besuchten. Gastgeber war ein Team aus der Jülicher Stadtverwaltung um Bürgermeister Axel Fuchs. Sie zeigten den Taicangern unter anderem das Forschungszentrum, den Campus Merscher oder die Zitadelle. Besonders groß gestaunt hätten die Gäste angesichts von Synlight, der größten künstlichen Sonne der Welt, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt betreibt; gleich neben dem Technologiezentrum, das auch Station war.

Der Besuch aus China in Jülich hat zwei Gründe: Zum einen nahm die Delegation an einem Treffen in Düsseldorf teil. Zudem planen Jülich und Taicang eine Städtepartnerschaft. Ein entsprechender Antrag auf die Partnerschaft wurde am Donnerstag in Düsseldorf unterzeichnet. Beide Orte sind vergleichsweise kleine Städte in ihrem Land.

260 deutsche Firmen

Jülich hat etwa 34.000 Einwohner, Taicang zählt laut Jülicher Stadtverwaltung in etwa 20 Mal so viel. „Jülich und Taicang haben eine gute Basis“, sagte Axel Fuchs. „In Taicang leben und arbeiten rund 1000 deutsche Familien. In Jülich leben, arbeiten und studieren rund 1000 Chinesen.“

Beide Seiten haben ein Interesse an der Partnerschaft. In Taicang gibt es nicht nur 1000 Familien. In der Stadt haben sich rund 260 deutsche Firmen angesiedelt, sie gilt als so etwas wie ein deutsches Zentrum im Reich der Mitte. Logisch, dass die Verwaltung aus der Herzogstadt sich neben einer Freundschaft neue Kontakte erhofft, die helfen, das geplante Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe schnell wachsen zu lassen.

Und die Chinesen interessieren sich sehr für die Hochtechnologie in Jülich, nicht nur für Synlight. Ein Wissenschaftler aus Taicang hat laut Fuchs beispielsweise auch den Nobelpreis für Physik erhalten; genau wie Prof. Grünberg am Forschungszentrum.

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