Jülich - Jülich setzt auf neues Schwimmleistungszentrum

Jülich setzt auf neues Schwimmleistungszentrum

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Schwimmsport auf internationalem Niveau: Das geplante Jülicher Leistungszentrum könnte bald auch zum Austragungsort spannender Wettbewerbe mit Weltklassesportlern werden. Foto: imago

Jülich. Was lange währt, scheint doch noch gut zu werden. Am Abend hat der Stadtrat Jülich nach jahrelanger Diskussion in einer Sondersitzung beschlossen, „grundsätzlich” das Vorhaben zu unterstützen, neben dem Freibad ein Schwimmleistungszentrum zu errichten.

Das Gelände war bereits der Stadtwerke Jülich GmbH übertragen worden. Allerdings steht offenbar immer noch eine definitive Klärung des so genannten steuerlichen Querverbundes durch die Oberfinanzdirektion aus. Es geht um die Frage, welche - möglicherweise negativen - Auswirkungen es hätte, wenn die Stadtwerke Jülich, „Tochterfirma” der Stadt Jülich, nicht mehr nur öffentliches und schulisches Schwimmen betreibt, sondern auch noch in die Organisation von Schwimmsport involviert sind.

Deshalb gilt das von den Stadtwerken vorgeschlagene Finanzierungsmodell noch unter Vorbehalt, wie der Stadtrat bekräftigte. Laut Landrat Wolfgang Spelthahn, der das Schwimmleistungszentrum seit Jahren auf seine Fahnen geschrieben hat, hält die Oberfinanzdirektion das Ganze für machbar. Letztlich könne eine verbindliche Erklärung aber erst auf Grundlage eines konkreten Betreibermodells abgegeben werden. Das kann aber erst vorgelegt werden, wenn die europaweite Ausschreibung als „Privat-Public-Partnership”-Projekt (PPP) abgeschlossen ist.

Das Finanzierungsmodell der Stadtwerke sieht vor, dass ein einmaliger Investitionskostenzuschuss in Höhe von maximal fünf Millionen Euro gewährt wird. Dies entspricht nährungsweise dem Sanierungsbedarf des maroden Hallenbades. Es geht also um Geld, das die Kommune ohnehin auch ohne neues Zentrum in die Hand nehmen müsste. Der Rat beauftragte Bürgermeister Stommel als Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke der entsprechenden Finanzierung zuzustimmen. Zusätzlich soll für die 30 Jahre Laufzeit des PPP-Vertrages ein jährlicher Betriebskostenzuschuss in Höhe der derzeitigen Aufwendungen für den Betrieb von Hallen- und Freibad gewährt werden.

Landrat Spelthahn, der durch seine beharrliche Vorarbeit den Jülichern letztlich den Sprung ins so angewärmte Wasser möglich macht, sagte: „Wir hoffen nun, den Investor nach erfolgreichem Ausschreibungsverfahren im Frühjahr vorstellen zu können.”
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