Jülich pfeift die Gespräche mit der Alemannia ab

Von: -vpu-
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Im Jülicher Karl-Knipprath-Stadion soll Alemannia Aachen nicht spielen. Foto: Helmut Schiffer

Jülich/Aachen . Gespräche über eine Nutzung des Jülicher Karl-Knipprath-Stadions durch Alemannia Aachen in der nächsten Saison wird es nicht geben. Bei zwei Enthaltungen hat der Jülicher Fachausschuss am Donnerstagabend diesen Dialog unterbunden, obschon von der Stadtverwaltung kurzfristig vorgeschlagen.

Die Vertreter aller Fraktionen werteten den Vorstoß der Kaiserstädter nicht als seriöses Ansinnen, sondern als bewusstes Druckmittel gegen die Stadt Aachen. Und  „vor den Karren spannen“ lassen wolle sich Jülich nicht.

Aachener Spielen in der Herzogstadt konnten durchaus einige Kommunalpolitiker einen Reiz abgewinnen, allein: Es fehlte der Glaube an das ehrliche Motiv und die Möglichkeiten des angeschlagenen Fußball-Drittligisten.  „Der Verein ist pleite wie nur irgendwas. Woher soll Alemannia auch nur einen Euro haben, um den hier in Jülich zu investieren“, fragte beispielsweise der Liberale Winfried Cremerius.

Klar ist grundsätzlich, dass jedweder Spielbetrieb der Alemannen in Jülich Ertüchtigungs- oder Umbaukosten im Karl-Knipprath-Stadion in erheblicher Höhe verursachen würde - und sicher auch schwierig zu lösende Infrastrukturprobleme, so etwa bei den Parkplätzen, der Nähe zum touristischen Gästehaus-Neubau am Park, der Zufahrt und weiteren Punkten.

Missfallen äußerte auch Lambert Schmitz (CDU) am Vorgehen der Alemannen:  „Das Stadion gehört der Stadt. Wenn jemand Verhandlungen führt, dann eben auch die Stadt und nicht der SC Jülich.“ Aber genau dazu kann es nach dem Beschluss des Ausschusses für Jugend, Familie, Schule und Sport nun nicht kommen.

Die  „Ressourcen der Stadtverwaltung“ sollten dafür nicht eine Stunde beansprucht werden, erklärte Ausschussvorsitzende Elfriede Sauer von der Jül-Fraktion. 

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