Jülich - Jülich ist international, wächst und wird jünger

Jülich ist international, wächst und wird jünger

Von: -vpu-
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Jülich. Die größte Kommune im Nordkreis ist eine durch und durch internationale Stadt. Das war so, das bleibt so und ist ein wesentliches Ergebnis der Aktualisierung des Demografieberichtes. Fast jeder sechste Einwohner der Stadt Jülich hat einen Migrationshintergrund (Stand: Ende 2014).

Der Anteil der Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern oder Kulturkreisen ist ebenso weiter gestiegen wie derjenigen mit ausländischem Pass. Diese Entwicklungen haben sich von 2012 bis 2014 verstetigt und machen sich bemerkbar: Die Herzogstadt wächst gegen alle Erwartungen leicht und wird in Teilen jünger.

Es gibt nicht wenige Städte und Gemeinden, die sich solche Entwicklungen wünschen würden. Dieser Trend geht sehr eindeutig auf ein „Konto“: des Fachhochschul-Campus‘ Jülich. Das verdeutlichte Dezernentin Katarina Esser auch zuletzt bei der Präsentation der neuesten Zahlen im Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Es handelt sich bei den Neubürgern auf Zeit vorwiegend um junge Chinesen, die nach ein paar Jahren auch wieder aus der Statistik „verschwinden“. Andererseits: Es kommen alljährlich so viele neue Studierende aus dem Reich der Mitte hinzu, dass die Stadt kurz- und mittelfristig tatsächlich ein kon­stantes Einwohnerwachstum auf diesem Sektor erreicht.

Laut Demografiebericht lebten Ende des vergangenen Jahres genau 604 Chinesen und weitere 612 Menschen mit chinesischem Migrationshintergrund in der Stadt. Das ist mit weitem Abstand die größte Gruppe unter den 33.500 Einwohnern insgesamt. Von daher ist Jülich ohne Zweifel eine „China Town“, obschon es hier nicht wie in manchen Großstädten gleichnamige Viertel gibt. Die größten weiteren Gruppen sind den beiden Diagrammen oben zu entnehmen. In Summe waren in „Jülich international“ im vergangenen Dezember 3704 Ausländer und 5351 Einwohner mit Migrationshintergrund zu Hause: mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung!

Der Demografiebericht untersucht die Zahlen von 2009 bis 2014. In dem Zeitraum ist der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund mit fast zweistelligen Zuwachsraten gestiegen: von gut 4400 vor fünf Jahren über 4900 vor drei Jahren auf rund 5350. Zuwächse gab es laut Bericht „insbesondere in den Altersjahrgängen der 20- bis 27-Jährigen“. Dabei handelt es sich überwiegend um Studierende. Jülich international zeigt sich auch in der Vielfalt: Hier leben Menschen mit 123 Staatsangehörigkeiten.

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