Jülich - „Jülich hilft“: Zentrale Anlaufstelle im Web ab 4. April

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„Jülich hilft“: Zentrale Anlaufstelle im Web ab 4. April

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Das Projekt wurde von den Hilfsorganisationen gemeinsam entwickelt – unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Axel Fuchs (r.). Bei der Stadt laufen die Fäden zusammen. Foto: Uerlings
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Jülich hilft: Ab Montag wird die Homepage freigeschaltet, die Hilfsangebote und -wünsche in der Stadt koordiniert. Screenshot: Diercks

Jülich. Die reale Hilfsbereitschaft in der Herzogstadt hat ab Montag einen festen Platz in der virtuellen Welt. Am 4. April wird nämlich eine Internetseite freigeschaltet, deren Name Programm ist: „Jülich hilft“. Auf dieser Plattform sollen alle, die helfen wollen oder Hilfe brauchen, einen Weg finden, ihr Anliegen loszuwerden.

Wer also zum Beispiel als Student mit Sprachkenntnissen ein wenig Zeit zum Dolmetschen hat, wer Kleidung oder Mobiliar spenden möchte, der kann das auf dieser Homepage (www.juelich-hilft.de) eintragen. Darüber werden alle Hilfsorganisationen in der Stadt unterrichtet, die bei Bedarf auf die freiwilligen Helfer zugehen.

Diese Organisationen wiederum veröffentlichen Hilfsgesuche, so dass im Laufe der Zeit eingesehen werden kann, wo sich Interessenten einbringen können.

Diese beiden Aspekte stehen ab Montag für die erste Zeit im Vordergrund von „Jülich hilft“. Der große Vorteil dieses Marktplatzes der ehrenamtlichen Hilfe ist die Ordnung, die nun entsteht. Es gibt nicht mehr zehn oder 15 Hilfsorganisationen mit zehn oder 15 Ansprechpartnern, sondern nur noch eine zentrale Stelle, an der alles zusammenläuft. Wer helfen möchte, muss nicht mehr lange suchen.

Nach gut einem Jahr ist dieses wichtige Projekt in die Tat umgesetzt worden. Entstanden ist es als Idee eines „Runden Tisches“ im Februar 2015 auf Initiative der evangelischen Kirche unter Leitung der Presbyter Anne Gatzen und Arne Schenk. Die Konzeption und Programmierung der Homepage hat Simon Diercks (Pfarrer Freie evangelische Gemeinde) ehrenamtlich übernommen.

Im Hintergrund erfolgt eine effiziente Verarbeitung und Weiterleitung der eingehenden Daten über eine Datenbank und Bürosoftware, mit der sich Karl Lohmer (Freiwilligenzentrum Jülich) bestens auskennt. Die digitale Verarbeitung erlaubt den Zugriff über Smartphones. „Die Zettelwirtschaft hat ein Ende“, erklärt Lohmer. So griff ein Rad ins andere.

Die technische Verwaltung der Seite liegt bei der Stadt Jülich. Bürgermeister Axel Fuchs hat auch die Schirmherrschaft des Projektes übernommen. Selbstredend ist auch das Sozialamt mit seiner Leiterin Doris Vogel unmittelbar eingebunden. Und mit Mike Knöll gibt es bei der Stadt nun einen Bundesfreiwilligendienstler, der die Seite im Rathaus betreut.

Der „Runde Tisch“ vor 13 Monaten und das jetzt geschaffene Hilfe-Forum im Netz sind zwar eine unmittelbare Reaktion auf die große Zahl der Flüchtlinge, die nach Jülich gekommen sind und eben auch eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst haben. „Wir wollen das nicht nur auf Flüchtlinge beschränken. Es gibt eine Menge weiterer Menschen, die Hilfe brauchen“, sagt Doris Vogel mit Nachdruck. Auf lange Sicht lasse sich über die Plattform auch Unterstützung zum Beispiel von Senioren, Alleinerziehenden, kurzum: allen, die Hilfe brauchen, organisieren.

Dreigeteilter Aufbau

Simon Diercks erklärt den dreigeteilten Aufbau: Wer Zeit, Wissen oder Dinge spenden möchte, ist im Bereich „Ich will helfen“ richtig. Im Teil „Ich brauche Hilfe“ kommen Suchende und Anbieter zusammen. Und unter „Mir wurde geholfen“ kann Dank sagen und eine Rückmeldung geben, wer will.

„Die Seite ist auf den Bedarf von Bürgern und Flüchtlingen ausgerichtet“, erklärte Diercks bei der Vorstellung. Von daher ist die Homepage zur Anzeige in Smartphones optimiert, denn dieses Gerät ist der „Draht zur Welt“ von Schutzsuchenden. „Jülich hilft“ gibt es zum Start in drei Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch. Alle Beteiligten fänden es sehr gut, wenn weitere Sprachen hinzu kämen.

Und genau das wäre ein prima Beispiel für Freiwillige, die über die Seite ab Montag ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur Übersetzung in eine andere Sprachen erklären und diese Zeit spenden.

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