„Jülich hat Talente“: Vorfreude aufs Finale im Kulturbahnhof

Von: ptj
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Alle „Jülicher Talente“ plus Moderatoren (l.) auf einen Blick. Foto: Jagodzinska

Jülich. Ausdrucksstarke Tänze, Stimmen, die „zu Tränen rührten“ und attraktive Pausenfüller prägten das Halbfinale des Talentwettbewerbs „Jülich hat Talente“ im Kulturbahnhof. Veranstalter war zum dritten Mal der Integrationsrat, unterstützt vom Jugendparlament (JuPa).

Zu jedem der zehn Beiträge meldete sich jedes Jurymitglied mit aufbauenden Kommentaren ausführlich zu Wort. Die Jury bestand aus der Integrationsratsvorsitzenden Sylvia Welker, Sängerin und Gitarristin Virginia Lisken, Tanzlehrer Thorsten Baulig und den Jugendparlamentsmitgliedern Jenny Joao und Stephanie Schleibach. Zur Beurteilung der Gesangsbeiträge nahm nach der Pause Musikerin Anja Scholz den Platz des Tanzlehrers ein.

Elf Finalisten sind qualifiziert

Das junge und lockere Moderatorenduo bestand aus den JuPa-Mitgliedern Lukas Sieben und Gian-luca Carciotto. Um es gleich vorwegzunehmen: Am Ende des bewegenden Wettbewerbs kamen vier Sänger/innen und sieben Tänzer/innen weiter. Das Finale verpassten die acht Mädchen des Tanz- und Twirling-Clubs Koslar, die sich mit ihren Tanzstäben sehr akrobatisch präsentierten. Nach dem ausschlaggebenden Urteil des einzigen Tänzers unter den Juroren waren aber die vier biegsamen Mädchen aus der nachfolgende Tanzgruppe „Nina Lemke“ die besseren Akrobaten und kamen weiter.

Im Finale präsentieren wird sich zudem der junge Breakdancer Nico Geuenich, der in seinen erstklassigen Solotanz auch Latino- und Salsa-Elemente einbaute. Dabei sein wird auch die 17-jährige Eva Pahlke. Sie interpretierte in ihrem ausdrucksstarken Tanz mit Akobatik- und Jazzelementen in „beneidenswerter Körperbeherrschung“ im weinroten Tanzkleidchen tänzerisch eine anrühende Geschichte zu „Story of my life“ von „One Direction“. „Wenn du aus dem Ding nichts Berufliches machst, bist du selber schuld“, kommentierte die Jury. Auch für die siebenjährige „zuckersüße“ Kimberly Breuer ist der Wettbewerb noch nicht zu Ende. Ihren kreativen Tanz mit „ganz viel Rhythmusgefühl“ befanden die Juroren als „megageil“.

Die erste Pause zwischen Tanz und Gesang füllte die gerade gegründete, vielversprechende Band „Four voices“ (Vier Stimmen). Diese bestehen aus Sängerin und Gitarristin Jenni Joao, Jasmin Ravindran, Stephanie Schleibach und Tim Hoff. Neben diversen Coversongs hatten die „Voices“ auch ein eigenes deutsches Stück aus der Feder von Joao/Hoff im Gepäck. Eine sehr schöne Akustikversion des Stückes „Hero of war“ von „Rise Against“ bot im zweiten Teil der Veranstaltung der 17-jährige Nico Sauter. Trotz einer vergessenen Textpassage überzeugte er die Juroren.

Erwähnenswert ist seine Gitarristen Kira Haunschild, die Sauter ohne jegliches Konkurrenzdenken begegleitete, obwohl sie wenig später selbst wettteiferte. Auch hier überzeugte sie mit „Give me love“ von Ed Sheeran mit ihrer klaren Stimme und stimmigen Gitarrenbegleitung. Mit einem Repertoire aus Bollywood hob sich die 15-jährige Sonia Ali klar vom englischsprachigen Wettbewerbs-Repertoire ab. Mit ihrer warmen Stimme interpretierte sie ein Stück aus einem Filmmusical in Hindi, dessen Text kaum jemand verstand. Ihre Darstellung im indischen Gewand war „ungeheuer stimmig“ und sie wurde vom Fleck weg von Virginia Lisken fürs Mulikulturelle Festival engagiert. Natürlich gelangte sie ins Finale.

Nicht dabei sein werden die beiden zwölfjährigen Mädchen Aferdita Gashi und Gloria Basunga. Entlassen wurden sie aber mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, weil da „noch ganz viel geht“. Gashi brachte den Mut auf, mit ihrer Powerstimme ohne Playback „Fever“ von Adele zu singen. Aber: „Playback hält dich in der Tonlage“, was ohne Musik aus der Konserve hier und da nicht gelang. Diesen Fehler machte Basunga nicht, die sich mit ihrer schönen Stimme in „coolen Klamotten“ auf der Bühne „ein bisschen rockig“ gab und im Laufe ihres Songs „immer mehr steigerte“. Trotzdem reichte es nicht fürs Finale – zumindest diesmal.

„A new star is born“, kommentierte die Jury den gefühlvollen Vollblutmusiker Can Yalin. Er begleitete sich selbst auf dem Keyboard zu „All of me“ von John Leggend. Dabei traf er gesanglich alle Höhen und Tiefen und blieb die ganze Zeit „im Tempo“. Der gefühlte Sieger verblüffte zudem in der zweiten Pause vor der Jury-Entscheidung, als er als Sänger und Gitarrist mit Vorjahressiegerin Jenni Joao auf die Bühne trat – ein gutes Omen fürs Finale.

Am Ende blieben Dankesworte für zahlreiche Sponsoren, angeführt von der Sparkasse Düren (500 Euro) und dem Integrationsrat (100 Euro).

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