Jülich eröffnet neues Quartierszentrum im Nordviertel

Von: Kr.
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Über das Geschenk des Hobbykünstlers Alwin Jung zur Eröffnung des Stadtteilzentrums freuten sich Quartiersentwicklerin Beatrix Lenzen (v.links), Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernentin Katarina Esser. Foto: Kròl

Jülich. Das Jülicher Nordviertel ist ein besonderer Stadtteil. Dort stehen nicht nur die höchsten Wohnhäuser im Stadtgebiet. Dort leben auch die meisten Kinder und Jugendliche pro Quadratmeter in Jülich.

32 Prozent der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund, und aus dieser Statistik herausgerechnet sind schon all jene, die mittlerweile einen deutschen Pass besitzen. Leben hier die meisten Kinder und Jugendlichen, so ist der Anteil der Senioren mit 27 Prozent auch schon überdurchschnittlich hoch.

Bereits 2011 hatte die Stadt hier Handlungsbedarf erkannt und eröffnete das Stadtteilbüro Nord in der Ladenzeile an der Nordstraße, mit dem Ziel, das stadtteilbezogene Gemeinwesen, die Integration der ausländischen Mitbürger sowie das Miteinander von Jung und Alt zu fördern. Peter Rücker übernahm die Leitung des Büros.

Mit seinem Tod stand die Fortführung des Projekts auf der Kippe. Damals bemühte sich das Amt für Familie, Generationen und Integration um eine Fortführung des Programms und bewarb sich mit einem erweiterten Konzept um die Aufnahme in das Förderprogramm „Altengerechte Quartierssuche“ des NRW-Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter.

Nun liegt die Bewilligung auf dem Tisch, und der Entwicklung des Nordviertels zum altengerechten Wohnquartier steht nichts mehr im Wege.

Ein weiterer Schritt durfte dazu bereits getan werden. Als „kulinarische Kultstätte“, bezeichnete Bürgermeister Axel Fuchs die Räume, in denen das neue Stadtteilzentrum Nordviertel eingerichtet wurde. Lange Jahre war dort das Eiscafé Letteri untergebracht. Als es seine Türen schloss, standen die Räume mehr als ein Jahr leer. Die Familie Schöngens, die sich bereits im Stadtteilbüro engagiert hatte, bot die Lokalität zur Miete an und unterstützte das Projekt in vielfältiger Weise.

Viele helfende Hände richteten sie ansprechend her, so dass es nun ein Ort der Begegnung werden kann. „Egal aus welchen Kulturkreis oder sozialer Schicht der Mensch kommt, sein Wunsch ist es stets, auch im Alter möglichst lange in seiner gewohnten Umgebung zu verbleiben und selbstbestimmt leben zu können“, sagte Dezernentin Katarina Esser.

Um dies möglich zu machen, zeigt das Projekt vier Handlungsfelder auf, in denen das Stadtteilzentrum aktiv werden will: Sich versorgen, wohnen, Gemeinschaft erleben und sich selbst einbringen. So werden dort Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch geboten. Die Bewohner des Nordviertels erfahren Information und Unterstützung und können sich und ihre Fähigkeiten einbringen. Füreinander und miteinander im Quartier soll hier gelebt werden. Als Quartiersentwicklerin wurde Beatrix Lenzen gewonnen.

„Mein größter Wunsch ist es, hier einen Mittagstisch einzurichten, wo man sich trifft und miteinander spricht“, sagte Katarina Esser, die gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs die zahlreichen Gäste begrüßte. Er dankte allen, die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen hatten und sagte: „Wenn ich hier die zahlreichen Gäste zur Eröffnung sehe, sind wir auf dem richtigen Weg. Dieses Zentrum wird sicherlich mit Leben gefüllt werden.“

Gottes Segen erbat abschließend Pfarrer Josef Wolf. Als Geschenk hatte er ein Kreuz in vielen bunten Farben mitgebracht: „Es ist so bunt, wie dieses Viertel“, erklärte er.

Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier vom Singkreis des Seniorenbeirates unter der Leitung von Inge Duwe, die anschließend die Anwesenden zum Mitsingen animierte.

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