Joscho Stephan Quartett mit Standing Ovations gefeiert

Von: Kr.
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Ein eingespieltes Team: Das Joscho Stephan Quartett begeistert in der alten Körrenziger Kirche. Foto: Kròl

Körrenzig. Mit Standing Ovations hat das Publikum in der alten Körrenziger Kirche das Joscho Stephan Quartett nach einem grandiosen Konzert gefeiert. Bis auf den letzten Platz war das Schmuckkästchen des Ortes gefüllt und von den ersten Akkorden von „Dinette”, einem Titel des großen Vorbildes Django Reinhardt, den die Band an diesem Abend zum ersten Mal spielte, gingen die Zuhörer begeistert mit.

Joscho Stephans überragende Spieltechnik, sein mitreißendes Up-Tempo und seine Leichtigkeit setzten sich über die Grenzen des Normalen hinweg. Überhaupt hatte man von Beginn an das Gefühl, dass die Band mit Josho Stephan, seinem Vater, Günter Stephan, an der Rhythmusgitarre, Max Schaaf Kontrabass und Sebastian Reimann, Geige, in großer Spiellaune waren, die vom Publikum noch angespornt wurde. „Wir versuchen, immer das Beste zu geben, aber wenn das Publikum so mitgeht, wie hier, beflügelt das uns das schon”, meinte Reimann.

Und so warfen sie sich ihre musikalischen Bälle zu. Es kam zu regelrechten Zwiegesprächen zwischen Bass, Geige und Gitarren, die sich immer weiter steigerten. In vielen ihrer Titel sind Fragmente aus ganz anderen Stücken verschachtelt, die aber nie als Fremdkörper wirken. So tauchten in den Soli von Duke Ellingtons „Take The A-Traine” plötzlich Klänge wie „Brazil” auf.

Joscho Stephans musiklische Wurzeln liegen im Gipsy Swing des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt. Mit großem Respekt interpretiert er die Musik des Altmeisters und erweitert sie mit Ausflügen in zeitnahen Stilrichtungen, die vor allem von der Spontaneität und Improvisation leben. Das Geheimnis des Erfolges seiner Band liegt in ihrer Virtuosität und der Zeitlosigkeit ihrer Musik.

Hinzu kommt, dass die Vier sich auf und hinter der Bühne gut verstehen. Auch wenn sie ein Stück schon x-Mal gespielt haben, ist es jedes Mal ein wenig anders und spiegelt ein wenig ihre Stimmung wieder. In Körrenzig war sie ganz oben an der Messlatte angelegt. Das zweistündige Konzert endete mit begeisternden „Sweet Georgia Brown” und natürlich verlies das Quartett nicht ohne Zugabe seinen Spielort. „Wir haben erst letzte Woche vor 2500 Leuten gespielt, aber hier hat man eine ganz andere Nähe zum Publikum und das Konzert hat sehr viel Spaß gemacht”, sagte Joscho Stephan.

„Das diesjährige Programm Kultur in der Alten Kirche Körrenzig 2010 bietet mit diesem Konzert ein echtes Highlight”, hatte zu Anfang Professor Wolfram Höfling versprochen, der im Namen seines Vereins die Gäste willkommen hieß. Er nutzte die Gelegenheit, auf ein weiteres großes Projekt des Vereins hinzuweisen, denn demnächst steht die Restaurierung und Erneuerung von Dach und Dachstuhl der alten Kirche an. Da der Eintritt zum Konzert frei war, bat er um Spenden für die Baumaßnahme.
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