Jordi: Vielleicht schafft er es ohne Transplantation

Von: gre
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Seit Monaten sind sie aktiv in der Sorge und Hilfe um Jordi, seine ehemalige Gruppenleiterin Jacqueline Jansen und die Kindergartenleiterin Sabine Gatzweiler mit den Spendenbüchsen. Foto: Greven

Aldenhoven. Wenn es um das Leben des kleinen Jordi geht, ist die Welle der Hilfsbereitschaft noch immer ungebrochen. Schon im Zuge der Typisierung im September, als es um das Finden eines geeigneten Knochenmarkspenders ging, stellten sich annähernd 500 Menschen aus Aldenhoven und Umgebung für Blutentnahmen zur Verfügung.

Im gleichen Zuge wurden auch die Untersuchungs- und Registrierungskosten in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, die immerhin in diesem Falle bei rund 25.000 Euro lagen, durch viele einzelne Maßnahmen zusammengetragen, wobei sich insbesondere der St. Elisabeth-Kindergarten und die Marienschule hervortaten.

Noch immer befindet sich Jordi im Aachener Klinikum, wo die Ärzte sich in der Kinderkrebsstation um ihn bemühen. Die letzte Chemotherapie sei erfolgreich verlaufen, hieß es von Seiten der Mediziner des an Leukämie erkrankten Jungen.

Die Ärzte haben nach dem derzeitigen Stand die Hoffnung, dass eine Transplantation vermieden werden kann. Allerdings verträgt der 13-Jährige die Chemo nur sehr schwer. Sie verursacht manchmal Krämpfe, Atemnot und führt sogar zu zeitweiliger Bewusstlosigkeit. Eine Stammzellentransplantation wäre noch belastender für den Jungen, sagen die Experten.

Seine Mutter Michaela berichtet über ihn, dass er nicht mehr das fröhliche Kind aus seiner Kindergarten- oder Grundschulzeit ist. „Er wird langsam müde.” Hin und wieder darf er auch mal stundenweise nach Hause, aber nur dann, wenn seine Blutwerte das zulassen. Zu Hause fühle er sich wohler. Körperlich ist er sehr geschwächt. Zu Hause bewegt er sich im Rollstuhl fort, obwohl seine Mutter sich ständig darum bemüht, dass er sich zur Stärkung der Muskulatur auf seinen Beinen fortbewegt.

Jordi hat immer wieder Heißhunger auf alles Mögliche. Die Ärzte haben der Mutter empfohlen, ihm die Wünsche zu erfüllen, allein wegen des damit verbundenen Glücksgefühls für ihn. Aber das ist sehr aufwändig, denn einmal angebrochene Esswaren wie Pizza, Wurst oder Gummibärchen dürfen nicht aufbewahrt und nicht mehr weiter verwendet werden.

So erklärt es seine ehemalige Gruppenleiterin aus dem St. Elisabeth-Kindergarten, Jacqueline Jansen, die ihn ein- bis zweimal in der Woche im Klinikum versorgt und sich mit der Mutter in der Betreuung abwechselt und diese wegen der sieben Kinder, die zu Hause in der Pützdorfer Straße auf sie warten, entlastet.

Dabei fällt dem Jungen das Essen schwer; denn durch die Chemotherapie und die vielen anderen Medikamente ist sein Mund ständig entzündet. Deshalb werden auch andere Kinder von ihm ferngehalten. Hin und wieder erhält er einen kleinen Aufschwung. So jetzt, als er auf Bitten der Ärzte in der Kinderkrebsstation den St. Martin spielen durfte.

Der St. Elisabeth-Kindergarten und die Evangelische Kirchengemeinde bemühen sich weiter um Spenden für Jordi; die finanziellen Belastungen könne die Familie, die auf öffentliche Mittel angewiesen ist, nicht allein aufbringen. Zurzeit werden in vielen Aldenhovener Geschäften Spendenbüchsen aufgestellt.

In Kürze wird ein Benefizkonzert stattfinden. Zudem werden Spenden erbeten (Konto 1010187016, Bank für Kirche u. Diakonie, BLZ 35060190). Diese Mittel werden vom Elisabeth-Kindergarten und der Evangelischen Kirche verwaltet, versichern beide Einrichtungen.
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