Johannesschüler bringen Grünflächen auf Vordermann

Von: gre
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Hier und da gibt es noch UnkrÀ
Hier und da gibt es noch Unkräuter zu zupfen. In der Gruppe bereitet das den Johannesschülern sogar großen Spaß. Foto: Greven

Siersdorf. Nicht nur die Kommunen, sondern auch die überörtlichen Straßenbaulastträger haben einst großen Wert auf das so genannte Straßenbegleitgrün gelegt.

Überall dort, wo neue Straßen entstanden und wo Fahrbahnen oder Nebenanlagen erneuert wurden, entstanden häufig auch Grünflächen für Bäume, Sträucher, niedrig wachsende Gehölze oder Rasenflächen. So weit so gut. Diese Begrünungen verursachen einen sehr hohen Pflegeaufwand, den viele Baulastträger nicht leisten können. Insbesondere wenn es sich um innerörtliche Straßen handelt, genügt nicht ein Pflegeschnitt, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Hier sollen diese Grünflächen auch zu einem positiven Ortsbild beitragen.

Vielerorts gelingt das nicht, obschon die Gemeinden an die Anlieger appellieren, Patenschaften für Bäume oder Pflanzflächen zu übernehmen. Bis auf wenige Ausnahmen verhallen diese Appelle indes ungehört.

Die quer durch Siersdorf führende, rund 800 Meter lange Ortsdurchfahrt der L 50, die Albert-Schweitzer-Straße, die früher einmal eine Breite von 16 Metern aufwies, wurde vor Jahren auf zwei einspurige Fahrbahnen reduziert. Zahlreiche grüne Inseln trennen die beiden Fahrbahnen. An den beiden Außenseiten wurden zur Abgrenzung Einzel-Parkbuchten angelegt und diese wiederum mit dichtem halbhohem Strauchbewuchs voneinander getrennt.

Der Zustand dieser Grünflächen, deren ökologischer Wert nicht in Zweifel gezogen wird, ist ein treffendes Beispiel dafür, dass es kaum gelingt, solche Begrünungen in einem ordentlichen Zustand zu erhalten.

Grundschüler der Johannesschule wollen sich nun der im Bereich ihres Schulgebäudes gelegenen Pflanzflächen annehmen und sie nach und nach in einen vertretbaren Zustand versetzen. Mit Zustimmung von Ortsbürgermeister Franz-Josef Errens und Baudezernentin Anita Klotz haben sie inzwischen begonnen, die halbmondartig um den Kreisverkehr angeordneten Flächen und einige Inseln in Ordnung zu bringen.

Der gemeindliche Bauhof hat die Materialien zur Verfügung gestellt, und unter sachkundiger Anleitung von Hausmeister Helmut Breuer und den Erzieherinnen haben die Kinder die verkrauteten Flächen gerodet, mit Lavendel bepflanzt und mit Mulch bedeckt. Trotz der für sie ungewohnten Arbeit waren die Johannesschüler mit viel Freude und Engagement bei der Sache. Nach den Sommerferien wollen sie mit dieser Arbeit weitermachen.

Man hofft auf eine gewisse Vorbildwirkung sowie auf Rücksichtnahme durch Hundehalter. Gerade an die Adresse der Letztgenannten richten die Kinder die Bitte, ihren Lieblingen nicht „das Geschäft” in den Pflanzbeeten zu erlauben.
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