Johann Wilhelm Schirmer ist Jülichs neuer Importschlager

Von: Dorothée Schenk
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Grund zur Freude hat Dr. Christoph Fischer vom Museum Zitadelle: Die Statistik zeigen die eindrucksvollen Zahlen der Saison 2010 und damit den Erfolg des Schirmer-Projektes. Foto: Schenk/Museum Zitadelle

Jülich. Der Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer war im 19. Jahrhundert ein Exportschlager - im Jahr 2010 ist ein er Importschlager. Wenigstens für Jülichs Museum gilt dies. Um zehn Prozent sind die Besucherzahlen gestiegen.

Rund 1200 Menschen kamen alleine im Eröffnungsmonat zur Ausstellung „Schirmer und Amerika. Bilder auf Reisen.”

Ein Erfolg, der auch durch die Kooperationspartner Düsseldorfer Kunstpalast, Neusser Clemens-Sels-Museum, Schloss Drachenburg Königswinter und der Städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch-Gladbach getragen wird.

Davon ist Dr. Christoph Fischer vom Museum Jülich überzeugt. „Es hat sicher auch dem Stadtimage gut getan, dass sich das Museum als verlässlicher Partner erwiesen hat.”

Während Marcell Perse als „Chef” des kleinsten Partners im Verbund der fünf Museen die gesamte Projektleitung von Jülich aus betrieb, war Fischer für die Arbeit vor Ort verantwortlich. „Wir haben durch die Kooperation aber nicht nur an Bekanntheitsgrad gewonnen, sondern auch für unsere internen Strukturen dazugelernt.”

Das gilt beispielsweise für den Leihverkehr, der von der Übergabequittung bis zum juristisch wasserdichten Leihvertrag deutlich aufwändiger ist, genau wie für die Öffentlichkeitsarbeit. Mit respektvollem Blick verweist Fischer auf den zehn Zentimeter dicken, gebundenen Pressespiegel des Kunstpalastes. „Die Düsseldorfer haben eine eigene Abteilung dafür - ich mache das ,nebenbei´ und muss trotzdem zügig auf Nachfragen reagieren.”

Statistisch ausgewertet ist neben den Zahlen auch die „Herkunft” der Besucher. Während es amüsante Überraschungen gab, dass sogar Südafrikaner und Mexikaner den Weg ins Pulvermagazin der Zitadelle fanden, ist wichtiger, dass unter sich den „Top-Ten” der Liste auffallend mehr Menschen von der Rhein-Ruhr-Schiene auf den Weg nach Jülich machten.

Und es soll nicht beim einmaligen Besuch bleiben: In einem vom Stadtmarketing-Arbeitskreis Festungsstadt entwickelten Fragebogen zeigte sich, dass die Gäste die wegen der Ausstellung gekommen waren, diese mit überwältigender Mehrheit „sehr gut” oder sogar „ausgezeichnet” fanden, ihre Erwartungen voll und ganz erfüllt wurden und die meisten Freunden und Bekannten das Museum sogar „jederzeit” weiterempfehlen würden. Darüber hinaus bewerteten sie das Museum als „familienfreundlich”.

Eine stolze Bilanz also, die das Museum in der Saison 2010 vorweisen kann. Und es geht weiter: Als Nachfolgeprojekt wird die Idee der „Künstlerdialoge” in den Startlöchern. Zeitgenössische Maler setzen die Ideen von Landschaftsmaler Schirmer in ihre eigene aktuelle Formensprache um.

Ab Herbst 2011 soll die Wanderausstellung auf den Weg gebracht werden. In Gesprächen ist Museumsleiter Perse hierzu bereits mit Schloss Burg an der Wupper, Schloss Horst in Geilenkirchen und Schloss Corvey in Höxter.
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