Aldenhoven - Johann Lütter Stiftung: Musik in jeder Form fördern

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Johann Lütter Stiftung: Musik in jeder Form fördern

Von: gre
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Eine Menge Notenhefte nahm Birgit Bergk von Ingeborg Lütter für ihre Musikschule im Beisein von Britta Abels, Inga Schröder, Wiltrud Frenken (v.l.) sowie Melissa und Ute Schröder (hinten) in Empfang. Foto: Greven

Aldenhoven. Der Komponist Johann Lütter (1913 - 1992) teilt das Los vieler Künstler: Seine Werke erfahren erst nach seinem Tode die gebührende Wertschätzung.

Johann Lütter stammt aus Würselen. Erst nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1948 studierte er an der Musikhochschule in Köln. 1950 übernahm er die Stelle des Organisten und Chorleiters an der Schaufenberger Pfarrkirche Maria Heimsuchung. Während seines fast 30-jährigen Wirkens baute er das Repertoire seines Kirchenchores mit eigenen Kompositionen aus.

Johann Lütter komponierte insgesamt zehn Messen, einige Motetten und Kantaten sowie ungezählte Einzelsätze für seinen Chor. Darüber hinaus entstand Orgelmusik, Kammermusik für verschiedene Besetzungen, Vokalmusik vom Liederzyklus bis zum abendfüllenden Musiktheaterwerk, Instrumentalmusik von Blockflöte bis zur sinfonischen Besetzung.

Sein inzwischen verstorbener Sohn Franz-Josef Lütter, selbst Konzertpianist, gründete 2001 die Johann-Lütter-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Werk seines Vaters zu erfassen, zu veröffentlichen und bekanntzumachen. Inzwischen singen viele Chöre der Region Messen und Motetten des rheinischen Komponisten, dessen Bekanntheitsgrad stetig wächst. Sogar in Übersee, in Südkorea und Argentinien, sind seine Werke bekannt.

Zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung werden die Werke von Johann Lütter in einem umfangreichen Programm dargeboten.

Höhepunkt ist die „Feierliche Messe” die am 30. Oktober im Hohen Dom zu Köln erklingt. „Mein Ziel ist eine Aufführung im nächsten Jahr in Rom”, so Ingeborg Lütter, Schwiegertochter des Komponisten. Die Stiftung fördert „Musik in jeder Form”, wie Ingeborg Lütter es ausdrückt. Sie verwaltet seit dem Tode ihres Mannes die Stiftung und trägt dazu bei, dass Johann Lütters Musik für die Nachwelt erhalten bleibt. Zum Stiftungszweck gehört auch die Förderung junger begabter Musiker und Sänger durch die Finanzierung von Intensivkursen.

Jüngst überreichte Ingeborg Lütter, die selbst für die Musik lebt und mit ihrer Stimme vier Chöre verstärkt, der Aldenhovener Musikschule Notenhefte für verschiedene Instrumente.

Für Birgit Bergh, die Leiterin der Musikschule, war die Gabe eine willkommene Bereicherung ihrer Bibliothek. Ihre in einem Gebäude der Katholischen Kirchengemeinde bestehende Einrichtung unterrichtet inzwischen 80 Schülerinnen und Schüler, „Tendenz steigend”.

Musikalische Früherziehung

Die Musikschule, deren Träger ein eingetragener Verein ist, beschäftigt zurzeit neun Lehrer auf Honorarbasis. Neben der musikalischen Früherziehung wird an folgenden Instrumenten ausgebildet: Klavier, Geige, Keyboard, Klarinette, Saxofon, Querflöte, Blockflöte und Gitarre. In den vier Jahren ihres Bestehens hat die Musikschule bei einigen ihrer öffentlichen Auftritte schon erfreuliche Resonanz erfahren. Demnächst werden ihre Schüler Werke des rheinischen Komponisten Johann Lütter zu Gehör bringen.
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