Jinane, Marwa und Iman Zbir: Drei blitzgescheite Lesekaiserinnen

Von: Arnold Greven
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Die stolze Familie Zbir aus Aldenhoven mit drei jungen Lesekaiserinnen: Mutter Ouafaa mit Sohn Youssouf und den Töchtern Jinane, Marwa, Iman und Vater Boubker. Foto: Greven

Aldenhoven. Es ist eine „Bilderbuch-Familie“: Vater, Mutter, drei Töchter und ein Sohn. Alle drei Töchter wurden in diesen Tagen zu „Kaiserinnen“ gekrönt, genauer: zu „Lesekaiserinnen“. Das Außergewöhnliche daran ist, dass ihre Wurzeln in einem anderen Kontinent liegen, im fernen Marokko.

Vater Boubker Zbir lebt zwar seit 1975 in Deutschland, hat in Hagen studiert und ist Diplomingenieur für Elektrotechnik, zurzeit auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in den Bereichen Einkauf, Vertrieb oder Qualitätswesen. Mutter Ouafaa ist erst seit dem Jahre 2000 in der Bundesrepublik. Im Gegensatz zum Ehemann hat sie noch Probleme mit der Sprache ihrer jetzigen Heimat. Umso besser wird die deutsche Sprache von den drei Töchtern Jinane (12 Jahre), Marwa (10) und Iman (8) beherrscht.

Marwa, die die Klasse 4 der Aldenhovener Gemeinschaftsgrundschule besucht, belegte nicht nur in ihrer Klasse, sondern auch im Vergleich mit allen vier Klassen ihrer Jahrgangsstufe Platz 1. Mit Urkunde belegt durfte sie den Titel „Lesekaiserin“ führen. Ihre um zwei Jahre jüngere Schwester Iman tat es ihr gleich. Sie ließ alle gleichaltrigen Mädchen ihres Jahrganges 2 hinter sich.

Und da gibt es in der Familie Zbir noch die 12-jährige Jinane. In ihrer Grundschulzeit wurde sie ebenfalls Kaiserin, zweimal sogar, in der 2. und 4. Klasse. Inzwischen besucht Jinane die Klasse 6 des Mädchengymnasiums Jülich. Und auch hier war sie beim diesjährigen Lesewettbewerb Jahrgangsbeste. Als Kaiserin nahm sie an der Kreisausscheidung der Schulen des Kreises Düren teil und holte hier einen beachtlichen 3. Platz.

Auch in den anderen Fächern ist sie Klassenbeste, bestätigte Vater Boubker. Er ist mächtig stolz auf seine Töchter, für die er eine gute Ausbildung ins Auge gefasst hat.

Marwa geht bald auch zum MGJ

Jinanes Traumberuf ist Architektin. So konkret sind Marwas Vorstellungen heute noch nicht. Aber sie weiß, dass auch sie ab diesem Herbst zum Mädchen-Gymnasium wechseln wird. Der dreieinhalbjährige Youssouf wächst mit der Sprache seiner Mutter, arabisch, auf. Vater Boubker ist sich sicher: „Er wird der nächste Lesekaiser der Zbir-Dynastie“, natürlich in deutscher Sprache. Bei solchen Vorbildern darf man das erwarten. Dabei sind die Zbir-Kinder so ganz normal wie viele andere dieses Alters, fröhlich und aufgeschlossen. Sie spielen gerne und schauen Fernsehen, KiKa und Sendungen in arabischer Sprache, eine Sprache, die sie natürlich ebenso fließend beherrschen wie die deutsche. So ganz nebenher sind sie ständige Besucher der Jülicher Stadtbücherei; denn das Lesen steht bei ihnen an erster Stelle.

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