Jülich - Jetzt will der TTC Indeland die Tabellenspitze angreifen

Jetzt will der TTC Indeland die Tabellenspitze angreifen

Von: Antonius Wolters
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Der TTC Indeland setzt auf personelle Kontinuität: Nach Lauric Jean und Hermann Mühlbach (r.) hat inzwischen auch Publikumsliebling Yoshihiro Ozawa (l.) für die neue Saison unterschrieben. Foto: Kròl

Jülich. „Derzeit sind sehr viele sehr gute Spieler auf dem Markt, die unbedingt in der 2. Tischtennis-Bundesliga spielen möchten“, sagt TTC-Manager Arnold Beginn, der gerade die Mannschaft für die kommende Saison zusammenstellt.

Doch trotz der Verlockung, die neue Spieler auf ihn ausüben, setzt der erfahrene Präsident auf personelle Kontinuität: Nach Lauric Jean und Hermann Mühlbach hat auch der an Position drei spielende Yoshihiro Ozawa seinen Vertrag verlängert.

Der Publikumsliebling gehört zu den acht Japanern, die in der 2. Liga spielen. Das die Übereinkunft mit dem Verband erleichtert, dass Zweitliga-Spiele verlegt werden können, falls ein japanischer Akteur vom eigenen Verband angefordert wird. Solche Einsätze fürs Heimatland hatten bislang vor allem den Indeländern Kopfschmerzen bereitet und das Team geschwächt. Da dieses Problem nun ausgeräumt scheint, war der neue Vertrag viel leichter zu schließen.

Somit ist für die nächste Saison nur noch der Platz an Position vier im TTC-Team frei, denn für den Fall des Ausfalls eines Spielers durch Verletzung hat Manager Beginn bereits eine Lösung gefunden: Chen Hongyu, Chinese mit deutschem Pass und 2460 Weltranglistenpunkten, steht als Standby-Profi und „fünfter Mann“ zur Verfügung und kann im Fall der Fälle innerhalb von 24 Stunden eingeflogen werden.

An vier hat der Ewout Oostwouder zwar vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Saarbrücken überzeugt und sein erstes Einzel in diesem Jahr gewonnen, doch Arnold Beginn möchte den Niederländer zunächst noch eine Weile beobachten, um zu sehen, ob der Aufwärtstrend anhält oder nur ein Strohfeuer war. In der Hinterhand hat der TTC-Manager mit Julian Indeherberg einen belgischen Spieler, der mit seinem Landmann Jean ein eingespieltes Doppel bildet und im Prinzip im Jülicher Talentschuppen ausgebildet worden ist, bevor ihm eine langwierige Verletzung eine längere Zwangspause bescherte. Er würde gerne wieder in Jülich spielen.

Am Sonntag reisen die Indeländer zum Gastspiel um 15 Uhr beim TTC Ruhrstadt Herne, an den die Mannschaft nicht die besten Erinnerungen hat. Im Hinspiel gegen das noch sieglose „Schlusslicht“ feierten die Herzogstädter einen ungefährdeten 6:2-Erfolg und und auch jetzt wäre alles andere als ein Sieg der Indeländer eine große Überraschung. Doch die in der Tabelle mit drei Pünktchen abgeschlagen Gastgeber können völlig unbelastet aufspielen und würden dem TTC Indeland sicher gerne in die Suppe spucken.

„Wenn wir immer mit kompletter Mannschaft gespielt hätten, wären wir heute Tabellenführer“, trauert Manager Beginn noch verlorenen Punkten nach. Am Sonntag muss auf jeden Fall ein Sieg her, um die „verrückte Liga“ interessant zu halten, in der Tabelle einen großen Sprung nach vorne zu tun und „oben noch einmal anzugreifen“.

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