Jeckes Jubiläum der Jülicher Wagenbauer

Von: ptj
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Die Rürblümchen-Wagenbauer auf und vor ihrer selbst gebauten Lokomotive aus der vergangenen Session. Neuestes Prunkstück ist eine übergroße rot-weiße Narrenkappe. Foto: Jagodzinska

Jülich. Drei interne Jubiläen krönen die Session der „Großen KG Rurblümchen 1926 e.V.“: 8 x 11 Jahre Karnevalsverein, 4 x 11 Jahre Herrenballett und 4 x 11 Jahre Wagenbauer. Letztere zu ehren und mit ihnen zu feiern, war Anliegen des traditionellen feucht-fröhlichen Wagenbauerfestes am Karnevalssamstag in der Gaststätte „Bastei“.

Der Wagenbau der Gesellschaft wurde „mit 40 Litern Bier geboren“, wie Wagenbaumeister Gerd Hintzen in Erinnerung rief. Im Jahr 1970 schlossen Peter Esser, Hermann Bauer, Helmut Steufmehl und Hans Platzbecker mit dem Wirt der Hexenturmkneipe eine Wette ab. Für einen Einsatz von 40 Litern Bier mussten die Aktiven es schafften, mit einem selbst gebauten Wagen am Kengerzoch teilzunehmen. Es gelang: In dichtem Schneetreiben zog der auf einen kleinen Trecker sitzende Peter Esser ein rollendes Eisenbett hinter sich her, auf dem es sich Platzbecker gemütlich gemacht hatte. Die Realisierung des Projekts „Wagenbau“ konnte schließlich mit der Hilfe von Freunden und Gönnern umgesetzt werden, immer mehr aktive Rurblümchen schlossen sich an.

Seit jecken elf Jahren hat die KG für die Wagenbauer eine Halle von Senator Karl Heinz Massmann angemietet. Dort werden die eigenen Motivwagen für den Jülicher Kengerzoch gestaltet, ferner finden Planungen und Vorbereitungen für Veranstaltungen der Gesellschaft in der Halle statt. Nominierte Wagenbaumeister hielten und halten „den Kopf für die wilde Bande hin und haben auch reichlich Schabernack getrieben“. Der erste Wagenbaumeister war der inzwischen verstorbene Willi Wiedenau (1970 bis 78), gefolgt von Laurenz Stubertz (bis 82) und Reinhard Thiele (bis 85).

Peter Esser war bis 1991 an der Reihe, Fritz Schlusche bis 1994. Bis 1999 war Franz Theo Muckel Baumeister, gefolgt von Adi Hochhausen (bis 2005). Seit 2008 ist Gerd Hintzen Chef, der anlässlich des Wagenbauerfestes mit rund 30 Mitgliedern einen „Jux“ für Aktive und Neuzugänge vorbereitet hatte: Adi Hochhausen hatte sich beim gemeinsamen Konzertbesuch bei den „Rabaue“ gründlich mit Currysoße bekleckert und erhielt als Erinnerung einen Schlabberlatz mit rotem Wagenbauermotiv.

Präsidentenvater und „Ehrenwagenbauer“ Peter Kutsch ist wieder aktiv geworden, hat „richtig gepinselt und gemalt“ und wurde dafür mit einem goldenen Pinsel ausgezeichnet. Mike Dransfeld, noch in der Probezeit der Gesellschaft und deshalb noch ohne Narrenkappe, wurde mit einem roten Feuerwehrhelm mit Blümchen und Bömmelchen ausgestattet.

Den „Junggesellenorden“ erhielt der 44-jährige André Polley, der eben 4 x 11 Jahre Junggeselle ist. Ganz neu in der Mannschaft der Wagenbauer sind Marco Johnen und Markus Schweisthal. Sie wurden mit dem Wagenbauerorden empfangen, den die Baumeister zum Jubiläum aufgelegt haben. Musikalischer Leckerbissen des Wagenbauer-Festes war der antiquarisch jecke „Mutbengel“ alias Marc Muckel.

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