Jülich - Jazzclub: Gospel und Jazz treffen aufeinander

Jazzclub: Gospel und Jazz treffen aufeinander

Von: Kr.
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Gerne gesehen ist der Gospelchor „Joyful Spirit „ in Jülich der dieses Mal gemeinsam mit der Band Jazz4u auftrat, denn „Gospel trifft Jazz“ lautete das Motto. Foto: Kròl

Jülich. Experimentierfreude zeichnen den Jülicher Jazzclub und seinen Vorsitzenden Reinhold Wagner und seine Mitstreiter in der Jazzband „Jazz4u“ aus. Im August erst hieß es in der Jülicher Schlosskapelle „Jazz trifft Renaissance“, als sich das Quintett den Kompositionen des Hofmusikers Martin Peudargent zugewandt hatte, der zu Lebzeiten Herzog Wilhelm V. den Hof mit seiner Musik erfreute.

Zum 500. Geburtstag des Jülicher Adeligen hatten sie dieses ungewöhnliche Konzert gegeben. Nun hieß es zur Weihnachtszeit „Gospel trifft Jazz“ in der Christuskirche in Jülich.

Von langer Hand vorbereitet war dieses Zusammentreffen zwischen Jazz4u und dem Raerener Gospelchor „Joyful Spirit“. Man kennt sich schon länger, bereits zweimal waren die belgischen Sänger und Sängerinnen in Jülich zu Gast und auch die Jazzer hatten dem Chor bereits den einen oder anderen Gegenbesuch abgestattet. So kam man dann irgendwann einmal auf die Idee, doch etwas zusammen zu machen.

Less Webb und Reinhold Wagner arrangierten um, bearbeiteten Jazzstandards für Chöre und Gospels für eine Jazzband. Dazwischen war noch Raum für Klassik wie beispielsweise „Air“ von Bach, „Parce mihi“, ein gregorianischer Gesang, und auch Peudargent, der Renaissance-Komponist, wurde wieder zum Leben erweckt. Gerade mit dem gregorianischen Liedgut, das die Frühzeit der Christenheit kennzeichnet, erfüllte sich Less Webb einen Traum und er begleitete die Sänger und Sängerinnen mit dem Sopransaxofon.

Neben Webb vervollständigten Reinhold Wagner (Posaune), Anatolie Alexejeev (Schlagzeug), Armin Runge (Bass) und Claus Diemer (Banjo, Gitarre) das Quintett. Auch der Gospelchor hatte eifrig unter der Leitung von Maria Hermanns geprobt und heraus gekommen war etwas rund herum Sehens-und hörenswertes und das Publikum in der voll besetzten Christuskirche kam voll auf seine Kosten.

Immer wieder forderte die Chorleiterin die Zuhörer auf, mitzumachen, zu klatschen und zu singen und sich zu bewegen. „Hier treffen Welten aufeinander“, hatte Reinhold Wagner zu Beginn es Konzertes erklärt, „ein Chor muss ganz präzise arbeiten. Beim Jazz aber heißt es: Lieber ungefähr richtig als präzise daneben“.

Diese Einführung zeigte schon, in welch lockerer und humoriger Atmosphäre dieses Konzert stattfand. Immer wieder gab es auch Grund zu Gelächter und Schmunzeln und dennoch wurden Musik und Gesang auf hohem Niveau geboten. Zufrieden und glücklich verließen die zahlreichen Zuhörer den Ort, nachdem der letzte Ton verklungen war; und der war, wie könnte es anders sein, der Klassiker: „Oh when the Saints“.

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