Jülich - Japanisches Verwirrspiel: Knappe Niederlage für TTC Indeland

Japanisches Verwirrspiel: Knappe Niederlage für TTC Indeland

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Eigentlich dachten die Jülicher Tischtennis-Cracks, dass es ein Segen sei, am ersten Spieltag der Rückrunde gegen Frickenhausen zu spielen, da just am vergangenen Wochenende der japanische Tischtennisverband alle Spieler zur nationalen Meisterschaften geordert hatte.

Chancengleichheit war die Devise, da Jülich und Frickenhausen II jeweils auf ihre starken Japaner verzichten sollten. Doch die Indeländer staunten Bauklötze, als Yuma Tsuboi im Aufgebot der Gastgeber stand und die vermeintliche Chancengleichheit zum Pferdefuß des Spieltags wurde.

Die Tatsache, dass die Gastgeber nun doch in Bestbesetzung mit einem starken Japaner antraten, verlieh der Dienstreise der Jülicher einen leicht bitteren Beigeschmack. Denn spätestens, als sie Tsuboi in der Sporthalle auf dem Berg entdeckten, wussten sie, warum die Frickenhausener größten Wert darauf gelegt hatten, bereits am Freitag den Rückrundenauftakt zu absolvieren. Kohei Sambe, Mizuki Oikawa und der Jülicher Yoshihiro Ozawa wurden bereits Mitte der vergangenen Woche nach Japan geordert, mit Sondergenehmigung durfte Yuma Tsuboi erst in der Nacht zum Samstag die Reise nach Tokio antreten.

Unentschieden war drin

Dennoch schlugen sich die ersatzgeschwächten Indeländer bei der 4:6-Niederlage im Ländle wacker und hofften lange Zeit auf einen Punkt, boten dem nun favorisierten Team ordentlich Paroli. Drei der vier Fünf-Satz-Spiele entschieden die Jülicher für sich. Doch Frickenhausens „übriggebliebener“ Japaner blieb in seinen Einzeln gegen Mühlbach und Jean ungeschlagen und bescherte seinem Team fast die halbe Miete zum knappen 6:4-Erfolg über den Herbstmeister.

Der Russe Mihail Sargu war mit drei Punkten der erfolgreichste Spieler und steuerte den Löwenanteil zur dritten Saisonniederlage der Jülicher bei. Den sechsten Punkt markierte Marton Szita gegen Jülichs Ersatzspieler Jonas Lenzen. Erfreulich aus Jülicher Sicht war, dass alle Stammspieler punkteten. Jean Lauric und Hermann Mühlbach schlugen im oberen Paarkreuz den jungen Chinesen Dang Qui. Ewout Oostwouder war gegen Sargu deutlich unterlegen, er hielt aber Marton Szita in Schach und markierte vor der Pause den wichtigen Zähler zum 3:3, der zumindest noch die Hoffnungen im Jülicher Lager untermauerte.

TTC-Teamchef Hermann Mühlbach resümierte: „Wir haben uns achtbar aus der Affäre gezogen und hätten mit etwas mehr Glück auch nicht verloren. Unter dem Strich war Frickenhausen diesmal die stärkere Mannschaft.“

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