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Jakobsweg-Bilder in Panorama-Technik im KuBa

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Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist für viele der Endpunkt der Pilgerwanderung. Foto: Privat

Jülich. In einer Dia-Show mit acht Projektoren in Breitwand-(Cinemascope) Panorama-Technik geht es mit Georg Krumm am Donnerstag, 18. Februar, ab 20 Uhr im Kulturbahnhof, Jülich, Bahnhofstraße 13 auf Spaniens bekanntesten Wanderweg, den Jakobsweg. Karten dazu gibt es bei Reisebüro Robertz, Jülich, Große Rurstraße 60, sowie unter www.georg-krumm.de für 13 Euro, Abendkasse 14 Euro.

Im Jahr 842 wurde ein Einsiedler im heutigen Santiago de Compostela durch Lichterscheinungen und wunderbare Klänge auf ein Grab aufmerksam. Der Bischof wurde herbeigerufen und identifizierte die Gebeine als die des Apostels Jakobus. Die Kunde breitete sich mit großer Geschwindigkeit. Außer in Rom gab es kein Apostelgrab. Christen kommt nach Santiago! Der Jakobsweg entstand.

Die meisten europäischen Jakobswege vereinen sich zu dem „Camino Francés“ an den Pyrenäen. Von dort führt ein ca. 860 Kilometer langer Weg zum Jakobsgrab. Der Camino, wie der Weg schlicht genannt wird, endet an der Nordwestküste Spaniens, am Grab des Apostels Jakobus, in der Kathedrale von Santiago de Compostela.

Aber wo beginnt er eigentlich? Nun, die Antwort ist denkbar einfach: „El camino comienza en tu casa“ (Der Weg beginnt in deinem Haus).

Das Pilgern als Wanderer oder Radfahrer auf dem Jakobsweg boomt. Bekannte Pilger waren unter anderen: Der Schriftsteller Paulo Coelho, die Schauspielerin Shirley MacLaine sowie die Fernseh-Entertainer Hape Kerkeling und Frank Elstner.

Das Ritual des Pilgerns zum Apostel hat sich im Detail vielleicht geändert, die Grundform bleibt in über 1000 Jahren aber gleich. Auch wenn heute die Pilger nur noch selten den Weg mit kirchlichem Segen beginnen, geht doch kaum einer aus rein sportlichen Gesichtspunkten.

Eine tiefe, manchmal sogar unbewusste Sinnsuche verbindet alle Menschen, die man unterwegs trifft, seien sie religiös oder nicht. Und so ist der Pilgerweg nach Santiago de Compostela mehr als die Summe seiner Etappen.

Viele Pilger sehen sich als Glieder einer Kette, verhaftet in einer 1200 Jahre alten Tradition. Für sie ist der Weg vor allem durch die Zeugnisse des Glaubens markiert: Kirchen, Klöster und Pilgerherbergen.

Der Jakobsweg führt aber auch durch gänzlich unterschiedliche Landschaften. Über Berge und durch breite Flusstäler, über karge Hochebenen und fruchtbare Becken. Entsprechend unterschiedlich ist der Weg beschaffen.

Grundlose Pfade im strömenden Regen, Asphaltstraßen unter glühender Sonne und staubige Wirtschaftswege an kühlen, aber trockenen Tagen. Dieser Vortrag zeigt Krumms Erlebnisse auf dem klassischen Pilgerweg, dem „Camino Frances“, von den Pyrenäen zum Apostelgrab in Santiago de Campostela.

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