Jackerather Schubkarren-Rennen fordert die Teilnehmer

Von: jago
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Begeistert angefeuert näherte sich Renee Weißen der Ziellinie. Wenige Sekunden später stand er als umjubelter Jackerather Klompenkönig 2016 fest. Foto: Jagodzinska

Jackerath. Kirmesmontag und Schubkarren, bei dieser Kombination denkt man in der Gemeinde Titz und einigen angrenzenden Orten automatisch an Jackerath. Marschmusik und rhythmisches Klompen-Klappern deuteten die Ankunft des Festzugs am Startpunkt des traditionellen Schubkarrenrennens an.

Dort sorgte Moderator Wolfgang Sieben als ausgewiesener Experte der Schubkarren-Rennen mit intimer Kenntnis der Jackerather Dorfverhältnisse dafür, dass die Veranstaltung keinem organisatorischen Chaos zum Opfer fiel, sondern perfekt im Zeitplan blieb – fast jedenfalls.

Trefflich animierte er die Klompengruppen und die vielen Besucher: „Ihr seid eine geile Truppe. Wer hier mit euch in Jackerath Kirmes feiert, möchte nie mehr woanders Kirmes feiern.“ Als die Akteure sich hinreichend gestärkt hatten, nahmen sie die Schubkarrengriffe beherzt in die Hand und versuchten Tempo und Geschicklichkeit in Einklang zu bringen, um in ihrem Lauf das metallene Karrenrad am Ziel vorne zu haben.

Auch wenn alle Teilnehmer eine Siegprämie in Form von Schokolade oder Getränkebons erhielten, wurde verbissen um den erfolgreichsten Karren-Run gekämpft. Wer zur besonders anspruchsvollen „Großen Runde auf Zeit“ antritt, muss tatsächlich in Top-Form sein, um nicht zwischendurch schlapp zu machen.

Diesmal taten sich Erik und Hendrik Dienst und Florian Sieben, sowie das Damenteam Michelle Stellmach und Desirée Schönrock die Strapazen an, in Klompen mit ihrer Kugel auf der offenen Schubkarre rund ums Dorf zu flitzen. Sieger wurde in der rekordverdächtigen Zeit von 7:15 Minuten Florian Sieben.

Das letzte Rennen des Tages stand im Zeichen der Klompenkönigswürde 2016. Mit viel Einfühlungsvermögen und, wie man vermutet, flüssiger Bestechung, wurden fünf Bewerber davon überzeugt, dass einer von ihnen der geborene Klompenkönig sei. Marc Becken, Sebastian Immerath, Lars Eggebrecht, Renee Weißen und Raphael Vaupel heißen die Jackerather „Pänz vom Baggerloch“, die vom Start weg keinen Zweifel daran ließen, wer der Auserwählte war. Mit einem Louis Hamilton ähnlichen Start-Ziel-Sieg ließ Renee Weißen die Mitläufer als genau solche erscheinen. Sie liefen mit und hatten keine Chance.

Am Ziel fiel der frisch gekürte Klompenkönig 2016 geschafft aber freudestrahlend zuerst seiner Freundin, dann allen anderen in die Arme. Eine besonders schöne Tradition sind am Jackerather Kirmesmontag ab 17 Uhr die Freifahrten für Kinder auf den Fahrgeschäften, für die die Erwachsenen beim Schubkarrenlauf das nötige Kleingeld gesammelt haben.

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