Titz - Jackerath ist die Hundehochburg

Jackerath ist die Hundehochburg

Von: Günter Jagodzinska
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Aus einem Tierheim kommend, fa
Aus einem Tierheim kommend, fand Ridgeback-Boxer-Mix „Spike” in Rödingen ein neues Zuhause und hat sich mit einigen Artgenossen bereits angefreundet, allerdings nicht mit allen. Foto: Jagodzinska

Titz. Aus welchem Grund irgendein Mensch vor etwa 15 000 Jahren auf die Idee kam, ein wolfsähnliches Tier zu seinem besten Freund und treuen Begleiter zu machen, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen.

Klar ist hingegen, dass sich dieses Experiment zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Daran änderte auch nichts eine Studie aus dem Jahr 1997 mit dem Titel „Multiple and Ancient Origins of the Domestic Dog”, in der amerikanische und schwedische Wissenschaftler behaupten, dass sich die genetischen Linien zwischen Wolf und Haushund bereits vor 135.000 Jahren getrennt haben sollen. Unserem Vorfahren im Jahr 14.998 vor Christus war das schnuppe. Er liebte seinen Haushund nicht minder heftig, wie es heutzutage bei allen Frauchen und Herrchen der Welt an der Tagesordnung ist, so auch in der Gemeinde Titz.

Ordnungsamt führt Buch

Zu Beginn dieses Jahres waren im Titzer Einwohnermeldeamt insgesamt 8984 Menschen gemeldet. Da es kein entsprechendes Hundemeldeamt gibt, sind die Vierbeiner im Ordnungsamt registriert, zum gleichen Zeitpunkt waren es 881. Das bedeutet rein statistisch, dass jeder Einwohner der Besitzer von 0,1 Hunden ist.

Da es der Gesundheit der Vierbeiner jedoch nicht zuträglich wäre, derart aufgeteilt zu werden, empfiehlt es sich, die Statistik von der anderen Seite her zu betrachten: Demzufolge darf jeder Hund die stolze Zahl von abgerundet 10 Einwohnern (wobei die Abrundung einigen davon bestimmt gut tun dürfte) als seinen ganz persönliches „Frauchen-/Herrchen-Kandidaten-Kreis” betrachten.

Interessant ist ein Blick auf die Hundedichte der einzelnen Dörfer im Vergleich. Da das Ergebnis erst ab einer bestimmten Mindesteinwohneranzahl vergleichbar wird, werden die Orte mit weniger als 250 Einwohner nicht bewertet.

51 in Ameln, 112 in Jackerath

Mit 51 Hunden bei 763 Einwohnern kommt Ameln auf einen Wert von 0,07 Hunde pro Einwohner und ist damit das Schlusslicht der neun Vergleichsdörfer. In der unteren Hälfte der Rangliste finden sich mit einem von 0,09 der Zentralort Titz sowie Hasselsweiler und Rödingen wieder. Genau in der Mitte steht Höllen mit 0,11. In Müntz, Opherten und Gevelsdorf nimmt die Zahl der Hunde stark zu, es reicht bei 0,12 zum gemeinsamen zweiten Platz.

Absoluter Spitzenreiter und damit das Hundedorf par excellence oder verständlicher ausgedrückt „Fifi-Hochburg” ist Jackerath mit dem sagenhaften Wert von 0,14. 814 Einwohnern stehen 112 Hunde gegenüber, ein für Katzen und Einbrecher mutmaßlich furchterregender Wert. Hundefreunde hingegen fühlen sich in Jackerath offensichtlich pudelwohl.

Um auch die kleinsten Weiler nicht ganz unerwähnt zu lassen, sei noch auf das beschauliche Mündt hingewiesen: Hier leben drei Hunde und 14 Menschen in vertrauter Gemeinschaft...

Auch wenn die Dunkelziffer der Rasse „Schwarzhund” (= Hunde, die nicht offiziell angemeldet sind) nur geschätzt werden kann, dürften sich die beachtlichen Werte in der Gemeinde - jeder zehnte Einwohner hält einen Vierbeiner - noch deutlich „verbessern”. Zum Vergleich: Nach der jüngsten Hundezählung in der Stadt Jülich kommen hier 2500 „Wolfs-Nachfahren” auf gut 33.000 Einwohner.
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