Italienisches Flair beim Jülicher Stadtfest

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
10220752.jpg
Immer was los auf der Jülicher Stadtfest-Bühne: Ihre ersten „Zumba“-Choreographien zeigten junge Tänzerinnen der Tanzschule „Dancing and more“. Foto: Jagodzinska
10220758.jpg
Ein Meer aus süßen Köstlichkeiten: Lino Martiradonna (r.) halb Sarde, halb Sizilianer, verkauft Mandelgebäckspezialitäten.
10220760.jpg
Nicht nur die Autos, sondern auch die motorisierten Zweiräder zogen auf der Jülicher Automeile die Blicke an.

Jülich. „Saluti nostri amici italiani, benvenuto“ – in fließendem Italienisch begrüßte Werbegemeinschaftsvorsitzende Ute Werner bei der Eröffnung am Freitagabend die italienischen Gäste des Stadtfestes und wünschte ihnen, ebenfalls in ihrer Heimatsprache, ein erfolgreiches und sonniges Wochenende.

Bei „Temperaturen, wie man sie nur aus dem Süden kennt“, war der Marktplatz vor der Bühne gut gefüllt. Er hätte noch mehr Besuchern Platz geboten – aber vielen war es offenbar einfach zu heiß. Immerhin hatte „Petrus ein Einsehen mit den Jülichern“, wie der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia es ausdrückte, und verschob das prophezeite Unwetter auf den späten Abend.

Gunia fühlte sich in seiner Begrüßung von einem Artikel aus unserer Zeitung zum „internationalen Jülich“ inspiriert. Er lobte die Vielfalt der italienisch/römisch geprägten Stadt und warnte die „Muttkrate“ augenzwinkernd vor dem Aussterben. Er vergaß nicht, ein herzliches Wort des Dankes an all die fleißigen Helfer zu richten, die ein solches dreitägiges Fest erst ermöglichen.

Im Gegensatz zum tropischen Freitagabend war beim verkaufsoffenen Sonntag das Wetter bei bis zu 25 Grad geradezu ideal, was sich auf den Straßen und Plätzen deutlich bemerkbar machte: Die Besucher kamen in Scharen.

„Wir haben extra nicht zu Mittag gegessen“, betonte ein Besucherpaar am frühen Samstagnachmittag und steuerte bei schönstem Sommerwetter zielsicher die italienische Meile in Bühnennähe mit ihrem riesigen Spezialitätenangebot an. Hier lockten etwa frische Oliven und Olivenöl, getrocknete Tomaten, Sardellen, Salami, Mortadella oder Pecorino (Schafskäse). Um die Qual der Wahl zu erleichtern, boten zwei Kalabrier gemischte italienische Teller an. Auf eine Vorspeise aus frischen Oliven folgte eine Auswahl von Salami-, Käse- und Brotsorten.

Spezialhändler mit Charme

Händler Lino Martiradonna, Sohn einer Sizilianerin und eines Sarden, ist schon mehrmals zu Jülicher Stadtfesten angereist. Mit viel Charme reichte er Papiertüten voller Köstlichkeiten aus beiden Regionen Italiens über die Theke, darunter Torrone, Tiramisu und eine kaum zu überblickende Vielfalt an Mandelgebäck. Auch diverse „Vini alla Mandorla“ (Mandelweine) zählten zum Angebot. Martiradonna empfahl den Genuss dieser edlen Tropfen zu „Cantuccini“, einem traditionellen Mandelgebäck, das wie Zwieback doppelt gebacken wird.

Einige Besucher nahmen auf Liegestühlen vor dem Bar-Eventmobil Platz und nippten an ihrem „Mojito“ oder „Cuba Libre“. Andere Gäste ließen sich an Sitz- oder Stehtischen auf dem Marktplatz oder auf der „Piazza“ an der Automeile auf dem Schlossplatz nieder.

Insgesamt präsentierten dort zehn Autohändler rund 150 Neuwagen: SUV, Vans, Cabrios und Limousinen. Gerne besichtigten die zahlreichen Interessierten auch das Innenleben der Wohnwagen und Caravans. Das Flaggschiff unter den Luxusmobilen war der „carthago Liner de luxe“ mit ausgeklügelter Technologie, einem Innenraum im Yachtstil und einem Heckraum, der einem Kleinwagen als Garage dient. Verkaufsleiter Andreas Schiffers bewarb hingegen mit Begeisterung den neuen, „total phänomenalen“ Kleinwagen aus Bella Italia mit seinem „italienischen Flair, Haptik und Interieur, seiner Motorisierung zwischen 90 und 170 PS.

Wie versprochen war das Angebot des Stadtfestes breit gefächert und reichte vom kreativen afrikanischen Patchworkkleid über zahlreiche Informations- und Präsentationsstände bis hin zum überdimensionalen Fußball-Fan-Emblem aus hochwertigem Edelstahl.

Gute Livemusik – am Samstagabend mit vielen Gästen bei guter Stimmung bis 23 Uhr – lebendige Tanzvorführungen und eine große Speisen- und Getränkeauswahl rundeten das Angebot ab.

Für den Verein „Bürgerbus“ erwies sich das Fest als Glückstag, er erhielt überraschend einen Scheck der Sparkasse über 1000 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert