Inden/Altdorf - Isländisches Konzert schreit nach Wiederholung

Isländisches Konzert schreit nach Wiederholung

Von: ptj
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Isländisches Sommerkonzert in
Isländisches Sommerkonzert in der evangelischen Kirche Inden/Altdorf: Organist und Pianist Hilmar Örn Agnarsson und Sopranistin Björg Thorhallsdóttir begeistern. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. Sehr erfreut darüber, „dass die Kirche so voll ist”, zeigte sich Pfarrer Daniel Müller Thór. Tatsächlich hatten sich in der evangelischen Kirche Inden/Altdorf so viele Interessierte eingefunden, um isländische Sommermusik zu hören, dass einige Stühle zusätzlich platziert werden mussten.

Müller Thórs Gattin ist Isländerin. Dadurch entstand ein reger Kontakt der evangelische Gemeinde Inden/Langerwehe mit isländischen Glaubensgeschwistern. Zu Gast waren diesmal der energiegeladene Organist und Pianist Hilmar Örn Agnarsson, einer der besten Organisten und Chorleiter Islands, der an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg studiert hat. Er konzertierte mit der hervorragenden Koloratur-Sopranistin Björg Thorhallsdóttir, einer Pfarrerstochter und gelernten Krankenschwester aus Nordisland, die an der Royal Music School in Manchester Gesang studierte.

Angekündigt war im Vorfeld ferner der in Inden bereits bekannte Sänger Hrólfur Saemundsson, dessen geplanter Flug in Island allerdings abgesagt wurde. „Its a great honour for uns to introduce you to island music”, betonte Thorhallsdótir die Ehre der beiden Musiker, deutsches Publikum in die isländische Musik einzuführen.

In der ersten Hälfte des wunderschönen melancholisch/romantischen Konzerts brachte das Duo christlicher Stücke aus Island von der Orgelempore aus zu Gehör, darunter eine Hommage an den verstorbenen evangelisch-lutherischen Bischof Sigurbjörn Einarsson. Das prächtige Orgelsolo von Bach „Präludium in C-major” beschloss diesen ersten Konzertteil.

Die Interpreten wechselten nunmehr in den Kirchenraum und führten abwechselnd auf Englisch und Deutsch in die Werke ein. Sigfús Einarssons „Draumalandið” (Das Land der Träume”), das die Sopranistin als „Nationallied” bezeichnete, zählte genauso zum Repertoire wie das „Ave Maria” aus der Feder von Sigvaldi Kaldalöns, isländischer Abt und Komponist. Gleich zwei Stücke waren dem isländischen Frühling gewidmet, der nach „neun Monaten Winter das Beste ist, was wir haben”, wie Agnarsson es ausdrückte.

Den auf der Note a-moll basierende Refrain summte das Publikum gerne mit. Zwei bittersüße Dramen wurden ebenfalls zu Gehör gebracht: Ein Stück handelte etwa von einem Seemann, der auf große Fahrt geht. Seine zurückbleibende Frau, die ihm zum Abschied winkt, weiß in ihrem Herzen, dass er nicht mehr zurückkommt. Der letzte Song kam einem Dankgebet gleich und gab Hoffnung für die Zukunft. „Wir hoffen, Island hat Ihnen etwas beigebracht”, beschloss der Organist seine Moderation.

Aktion „Jugend gegen Mobbing”

Am anschließenden Applaus gemessen, schreit das isländische Konzert nach einer Wiederholung. Die nächste Aktion im deutsch/isländischen Austausch ist die Menschenrechtskampagne „Jugend gegen Mobbing”: Rund 30 Jugendliche aus Inden und Langerwehe demonstrieren noch im Juni in Reykjavik gegen Diskriminierung und Ausschluss.
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