Integrationsbeispiel aus Aldenhoven

Von: gre
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Hoher Besuch in der Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins: Hodscha Ali Jenner (v.l.), Parlam. Staatssekretär Thomas Rachel, Vorsitzender Rahmi Demirtas und Bürgermeister Ralf Claßen. Foto: Greven

Aldenhoven. Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel hatte der Türkisch-Islamische Kulturverein Aldenhoven einen hochrangigen Gast aus der Bundesregierung zu Besuch. Der CDU-Bundestagsabgeordnete überzeugte sich vom hohen Grad der Integration der großen in Aldenhoven lebenden islamischen Gemeinde türkischer Herkunft.

Über 800 Mitglieder zählt der Verein, der zu den großen Gemeinschaften in Deutschland gehört. Über den Bergbau sind schon die Eltern der meisten von ihnen vor Jahrzehnten nach Aldenhoven gekommen. Aldenhoven betrachten sie als ihre Heimat. Hier tragen sie aktiv zu einem normalen und friedlichen Zusammenleben bei.

Bürgermeister Ralf Claßen bestätigte die breiten Aktivitäten des Vereins, der gerade zurzeit mithilft, die neu ankommenden Flüchtlinge zu integrieren. Rahmi Demirtas, der Vorsitzende des Vereins, wies darauf hin, dass viele der Flüchtlinge aus Syrien bereits den Weg zur Moschee in der Gartenstraße gefunden haben, um am Freitagsgebet teilzunehmen. Claßen erwähnte, dass der Türkisch-Islamische Kulturverein zu den wichtigsten Stützen des Initiativkreises Integration gehöre und großen Anteil an der positiven Sicht der Bürger zum Flüchtlingsproblem habe.

Auf Stipendien hingewiesen

Thomas Rachel wies darauf hin, dass die seit 2006 ins Leben gerufene ständige Islamkonferenz ebenfalls einen großen Beitrag zur Normalisierung des Miteinanders der verschiedenen Religionen leiste. Jetzt sei ein historischer Schritt getan worden, indem erstmals an verschiedenen deutschen Universitäten der Lehrstuhl Islamische Theologie eingerichtet worden sei.

Er biete nicht nur den Austausch mit anderen Religionen, sondern auch die Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, zum Beispiel für das entsprechende Lehramt. Rachel gab den Anwesenden auch Hinweise für angebotene Stipendien. Im Übrigen stellte er fest, dass in der Bundesrepublik die multireligiöse Grundrichtung deutlich positiver geworden sei. Der gegenseitige Respekt füreinander sein ein großer Schritt zur Normalität geworden.

Die Gäste besichtigten die derzeit noch bestehende Moschee und ließen sich von Rahmi Demirtas die Pläne für eine neue Moschee zeigen, die in Kürze hier Wirklichkeit werden soll.

Von ihrer äußeren Gestaltung werde sie mehr den Charakter einer Begegnungsstätte haben. Das moderne Bauwerk soll auch für Andersgläubige einladend wirken. Auch sie sollen hier willkommen sein, so Rahmi Demirtas. Das annähernd 19 Meter hohe, schlanke Minarett passt sich der modernen Architektur an. In den nächsten Tagen wird der Bauantrag eingereicht.

Das Vorhaben soll zudem in der nächsten Ratssitzung vorgestellt werden.

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