Inszenierung versetzt Luthers Ideen ins Jahr 2017

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Luther tanzt aus der Reihe… Foto: N.N. Theater
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Jülich. Im PZ des Gymnasiums Zitadelle präsentiert das Kulturbüro der Stadt Jülich um Samstag, 1. Juli, um 20 Uhr die Inszenierung des Stücks „Ich fürchte nichts“ über Luther als Abschlussstück der laufenden Theaterspielzeit „Von Glauben und Vertrauen“.

Religiöser Fanatismus gepaart mit ökonomischem Ungleichgewicht und die neuen Medien als Brandbeschleuniger – Schlagworte des Jahres 2017? Nein, nein, keine Sorge.

Zeichen stehen auf Veränderung

Diese Begriffe beschreiben bloß die gesellschaftliche Stimmung im Jahr 1517. Sie sind Zeichen für gewaltige Veränderungen. In dieser Stimmung lehnt sich Luther auf, überwirft sich, getrieben vom Zorn mit allem, was heilig ist. Er facht diese Kräfte an, aber beherrscht sie nicht, gerät in ihren Sog und wird immer tiefer in den Strudel gezogen, in dem aus Tinte Blut wird.

„Hätte ich gewusst, da ich anfing zu schreiben, was ich jetzt erfahren und gesehen habe, so hätte ich fürwahr stille geschwiegen...“ So schreibt der alte Luther kurz vor seinem Tod – müde, überrannt von den Ereignissen. War er ein Instrument, oder ist er instrumentalisiert worden?

Der junge Luther freilich steht zu seiner Kraft, seinen Ideen, zu seiner Schärfe der Formulierung: „Ich habe keine bessere Arzenei als den Zorn, ich muss zornig sein; da erfrischt sich mein ganz Geblüt, mein Verstand wird geschärft.“

„Ich fürchte nichts...“ nichts als den Teufel, der ihn zeitlebens quälte...

Und die entsetzlichen Verstopfungen... Wir nehmen Anteil an den kleinen Dinge des Lebens, die doch so großen Einfluss auf den Weltenlauf haben:

Witz, Tragik, Poesie und viel Musik

Das N.N.-Theater Neue Volksbühne Köln schafft ein Lebendigwerden der zeitlichen Ereignisse, die sich mit dem Jetzt verbinden, ein theatrales Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik. Kooperationspartner der Aufführung sind das Evangelische Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Jülich und das Museum Zitadelle.

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