Institut für Solarforschung am Standort Jülich mit rund 40 Mitarbeiter

Von: ahw
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Mit „sprechenden“ Händen: Prof. Bernhard Hoffschmidt bei seiner Neujahrsrede. Foto: Wolters

Jülich. Hat beim ersten Neujahrsempfang des Vereins Stadtmarketing Jülich etwa schon ein Anwärter auf den Stadtmarketingpreis 2018 die Neujahrsrede gehalten? Fast möchte es so scheinen, denn Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt spühte förmlich vor Leidenschaft und Informationen zum Standort Jülich des DLR-Instituts für Solarforschung, das er als Direktor leitet.

Damit hat er mit dem Solarturm und künftig mit der weltweit größten künstlichen Sonne im wahrstenSinne des Wortes Leuchttumprojekte unter seinen Fittichen, wenn nicht gar die hellsten Lichtstrahlen, den die Spiegel des Kraftwerks auf den Receiver an der Turmspitze reflektieren, wo immer neue Experimente und Versuchsanordnungen die Wissenschaftler zu neuen Erkenntnissen bringen.

Dass es beim Solarturm längst nicht mehr nur um die Erzeugung von Strom geht, machte Hoffschmidt rasch deutlich. Auch die Erzeugung von Wasserstoff sei bereits gelungen und Kerosin sei ein weiterer solarer Brennstoff, der auf der Agenda stehe, berichtete er.

Stolz ist der Institutsdirektor, der an den Standorten in Jülich, Köln, Stuttgart und Spanien rund 160 Beschäftigte hat, davon etwa 40 in Jülich, dass der Bau der weltweit größten künstlichen Sonne voll im Zeit- und Kostenrahmen liege. Die Eröffnung des synlight mit NRW-Umweltminister Remmel sei für den 23. März vorgesehen. Derzeit werde noch das Innenleben aufgebaut. Nach der Inbetriebnahme seien Tag und Nacht Versuche möglich.

Der Solarturm sei derzeit eingerüstet, um einen neuen Partikel-Receiver aufzunehmen, bei dem Keramik-Kügelchen aufgeheizt werden. So seien demnächst auf verschiedenen Plattformen des Turms drei Versuche gleichzeitig möglich.

„Wir haben bereits keinen Platz mehr“, beklagt Hoffschmidt die eingeschränkten Möglichkeiten am Standort, die durch den Bau eines zweiten Turms mit insgesamt drei Forschungsebenen gemildert werden sollen. Bei diesem Projekt habe sich jedoch bereits ein Jahr Verzug aufsummiert, beklagt der Wissenschaftsmanager, dass solche Großprojekte offenbar nicht mehr in der Spur zu halten seien. „Das können wir so nicht lassen“, drängt er hier auf ein Umsteuern, denn schnell bedeute auch preisgünstig.

Die Gäste des Neujahrsempfangs horschten auf, als Hoffschmidt den Baubeginn für ein Besucherzentrum für das laufende Jahr ankündigte. Dann sei es endlich möglich, Schulklassen und andere Besuchergruppen mit dem vertraut zu machen, was in Jülich wie erforscht wird.

Lob hatte der DLR-Direktor für die Stadtverwaltung („maximale Unterstützung“) parat und die Attraktivität des Standorts, der insbesondere junge Familien anziehe, die hier auch gern ein Haus bauen würden. So habe sich der erste Kollege um die Versetzung von Köln nach Jülich beworben.

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