Barmen - Innovative Siedlungen in der Region gefordert

Innovative Siedlungen in der Region gefordert

Von: dmd
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Kür oder Pflicht?- Fachtagung in Haus Overbach: Referenten unterschiedlicher Fachbereiche stellten nachhaltige Konzepte in der Siedlungsentwicklung im Rheinischen Revier vor. Foto: Mengel-Driefert

Barmen. „Kür oder Pflicht? – Umsetzung nachhaltiger Konzepte in der Siedlungsentwicklung“, lautete das Thema einer Fachtagung in Haus Overbach. Eingeladen zu der Veranstaltung im Science College hatten RWE Power und die Entwicklungsgesellschaft Indeland.

Im Fokus stand der Begriff der Nachhaltigkeit. Wie kann in Zeiten des Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlenrevier der Nachhaltigkeitsbegriff in Siedlungsprojekte ganzheitlich einbezogen werden? Zu dieser Fragestellung diskutierten 130 Experten. Referenten aus verschiedenen Fachbereichen stellten vielfältige Aspekte und Möglichkeiten vor.

Professor Klaus Selle, Leiter des Lehrstuhls für Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen, beschäftigte sich mit der Teilhabe der Bürgerschaft an entsprechenden Projekten, forderte zu der Grundüberlegung auf, was Teilhabe bedeute und unter welchen Rahmenbedingungen sie stattfinden soll. Professor Anette Müller vom Institut für Angewandte Bauforschung in Weimar, deren Fachgebiet der Ressourcenschutz ist, stellte eine Recyclinganlage der Zukunft vor und betonte, dass der Ressourcenschutz durch Wiederverwertung in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen werde.

Diesen Ansatz verfolgt auch das Konzept der Faktor X Siedlungen, die von der Entwicklungsgesellschaft Indeland in Eschweiler und Inden gemeinsam mit RWE Power umgesetzt werden. Hier soll ressourcenoptimiert gebaut werden. Ein exemplarisches Haus ist in der Entwicklung und wird voraussichtlich 2016 in Inden fertiggestellt werden, informierte Kyra Pfeil von der Entwicklungsgesellschaft Indeland.

Alois Herbst, Leiter Flächenmanagement bei RWE Power, führte aus, dass das Energieunternehmen seit Jahren in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kommunen energieeffiziente und umweltbewusste Wohnbauprojekte umsetze. Joachim Diehl von der Innovationsregion Rheinisches Revier betonte den anstehenden Strukturwandel in der Region. Umstrukturierungen müssten vorausschauend mit Konzepten wie Gewerbeflächen oder Siedlungsentwicklungen abgefedert werden.

Martin Köther von RWE Power AG, verantwortlich für den Bereich Bauwesen, sieht über die Entwicklung der Baugebiete hinaus gemeinsame Handlungsfelder mit den Kommunen. So wurde in Bergheim eine geothermische Heizungsanlage umgesetzt, das Kreishaus und drei Schulen mit Sümpfungswasser beheizt. Joachim Diehl formulierte das Ziel der IRR: Die Region solle auch weiterhin eine Industrieregion bleiben. Er kündigte an: „Wir machen einen Masterplan“.

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