Innovationspreis geht an Professor Tass

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Jülich. Der Deutsche Innovationspreis für Medizin geht in diesem Jahr an den Jülicher Wissenschaftler Prof. Peter Tass.

Der Forscher erhielt den mit 100.000 Euro dotierten Preis der Herbert-Worch-Stiftung für seine Entwicklung der Akustischen CR®-Neuromodulation zur Behandlung von chronisch-tonalem Tinnitus.

Tass Arbeiten wurden aus mehr als 100 Nominierungen bundesweit ausgewählt. „Der Neurostimulator ist ein bedeutender therapeutischer Fortschritt und ein anschauliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Grundlagenforschung und ihren Beitrag zur medizinischen Innovation”, heißt es in der Begründung der Jury.

Grundlage der innovative Therapie gegen Tinnitus ist der patentierte Coordinated Reset® (CR), den der Jülicher Mediziner, Mathematiker und Physiker Tass entwickelt hat. CR steht dabei für einen komplexen mathematischen Stimulationsalgorithmus: Dieser steuert gezielt und individuell angepasste Therapiesignale an Nervenzellen in Tinnitus assoziierte Bereiche im Gehirn an.

Bei der Tinnitusbehandlung sendet ein nur Streichholzschachtelgroßes Gerät, der T30 CR®-Neurostimulator, über medizinische Kopfhörer diese CR®-Signale als koordinierte Therapietonfolge.

Professor Tass ist Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich und Lehrstuhlinhaber an der Universität zu Köln. Zusammen mit Volker Sturm von der Uni Köln erhielt er 2005 den Schrödinger-Preis. Im folgenden Jahr waren beide für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert.
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