Inklusion: Markus Gerber erhält Preis für Teilhabe am Arbeitsleben

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„Arbeit-echt stark!” mal vier: Lorenz Bahr mit den Preisträgern 2011 (v.l.) Theresa Schelhas aus St. Augustin, Carmen Kerzinger aus Essen, Mathias Schmitz aus Bonn und Markus Gerber aus Titz. Foto: Schiblon/LVR-ZMB

Hasselsweiler/Köln. Am Vorabend des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vier junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen mit seiner Auszeichnung „Arbeit - echt stark!” für gelungene Teilhabe am Arbeitsleben prämiert.

„Sie haben uns beeindruckt mit ihrem persönlichen Werdegang, mit ihren Leistungen, Kompetenzen und Qualifikationen”, erklärte Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, bei der Verleihung in Köln: „Sie alle sind beste Vorbilder für gelungene Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben.” Ausgezeichnet wurden zwei junge Frauen und zwei junge Männer:

Mathias Schmitz absolviert eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation im Bundesministerium für Gesundheit in Bonn. Der junge Mann ist auf den Rollstuhl angewiesen und motorisch eingeschränkt. Im Ministerium engagiert er sich als Stellvertreter der Vertrauensperson für schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während seiner Ausbildung wird er von einer Arbeitsassistenz unterstützt und verfügt über entsprechende Hilfsmittel wie eine spezielle Sprachsoftware zum Diktieren.

Carmen Kerzinger ist sehr stark schwerhörig und als Hörakustikerin bei der Bagus GmbH in Essen beschäftigt. Aufgrund ihrer Meister-Ausbildung, die vom Betrieb finanziert wurde, ihres Einfühlungsvermögens und des Beherrschens der Gebärdensprache erleichtert sie dem Betrieb die Kommunikation mit den Kunden. Carmen Kerzinger hat auch das Qualitätsmanagement bei der Bagus GmbH übernommen und bildet sich aktuell für die Behandlung von Kindern zur Pädakustikerin fort.

Markus Gerber arbeitet im Alten- und Pflegezentrum „Heilige Familie” in Titz-Hasselsweiler im Kreis Düren. Dort betreut er den Empfang und die Telefonzentrale und hilft in der Cafeteria aus. Der junge Mann mit einer körperlichen und leichten geistigen Behinderung überzeugt vor allem durch seine Freundlichkeit und Offenheit.

Diese Eigenschaften kommen ihm als erste Ansprechperson für Gäste und als Bezugsperson für die Bewohnerinnen und Bewohner im Heim sehr zugute. Markus Gerber war zuvor bei den Rurtalwerkstätten Düren beschäftigt. Er hat den Sprung aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft.

Theresa Schelhas, eine junge Frau mit Down-Syndrom, arbeitet auf einem betriebsintegrierten Arbeitspatz als Hauswirtschafterin in der Schulküche der Freien Waldorfschule Sankt Augustin.

Stets zuverlässig und gründlich

Die junge Frau ist unter anderem zuständig für die Frühstückszubereitung und für Reinigungsarbeiten. Theresa Schelhas legt besonderen Wert auf Zuverlässigkeit und Gründlichkeit und zeigt große Hilfsbereitschaft sowie Selbständigkeit. Durch ihre offene und freundliche Art fördert sie eine gute Stimmung und Zusammenarbeit im Team.

Lorenz Bahr betonte in seiner Ansprache: „Bei allem, was zweifellos noch zu tun ist auf dem Weg hin zu einer Gesellschaft für alle, ist es auch wichtig, persönliche Erfolge und Geschichten von Menschen mit Behinderung zu erzählen. So möchten wir individuelle Leistungen und gute Beispiele hervor herben - gerade auch zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Der LVR möchte so dazu beitragen, Vorbehalte abzubauen und für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu werben.”

Als Ausdruck der Anerkennung erhalten die Ausgezeichneten und ihre Arbeitgeber die LVR-Auszeichnung „Arbeit - echt stark!”. Als äußeres Zeichen für diese Ehrung überreichte Lorenz Bahr ihnen einen handgefertigten Teller der Künstlerin Kerstin Recker aus der Kreativen Werkstatt „Allerhand”, einer Einrichtung der Gemeinnützigen Werkstätten Köln.
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