Initiative „Pontifex“: Blick hinter die Kulissen des Vatikans

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Die Mitglieder der Initiative Pontifex auf der Terrasse des Staatssekretariates mit Monsignore. Dr. Florian Kolfhaus.

Linnich. Die katholische Kirche ist im 21. Jahrhundert ein Thema mit einer riesigen Bandbreite. Im März diesen Jahres organisierte das katholische Mediennetzwerk „Pontifex“ eine Romreise, um genau diese Weltkirche vor Ort kennenzulernen. In der Initiative sind junge Katholiken organisiert, die ihr Leben nach dem christlichen Glauben ausrichten und in den Medien zu den Themen Religion und Kirche Stellung beziehen.

Dieser Anspruch ist bereits vom Namen ableitbar. „Pontifex“ ist nicht nur der Titel des Papstes, sondern bedeutet auch übersetzt „Brückenbauer“. Das Mediennetzwerk möchte Brücken zwischen Kirche und Medien bauen, um eine jugendliche Sicht auf das Thema Kirche zu eröffnen.

Fragen des Glaubens

„Wir treffen hier in Rom die Vertreter der Kirche, um mit ihnen über die derzeitige Situation unserer Religion zu diskutieren. Es ist wichtig, dass sich vor allem die jüngere Generation mit Fragen des Glaubens auseinandersetzt. Ich denke, dass dieser ein integraler Leitfaden für das eigene Leben ist und uns wichtige Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit anschaulich vermitteln kann. Der Glaube ist nicht überholt oder ein Relikt des Mittelalters. Er lebt und pulsiert und genau das erleben wir im Herz der Kirche, dem Vatikan“, sagt Philipp Fiala aus Linnich.

Am ersten Tag der Romreise trafen die Mitglieder der Initiative Kurienkardinal Raymond Leo Burke und erörterten mit ihm die Situation junger praktizierender Katholiken in Europa. Der Campo Santo Teutonico, der Friedhof der Deutschen und der Flamen, wurde am nächsten Tag mit Dr. Dr. Ralph Weimann besichtigt, und die Geschichte des Vatikans beleuchtet.

Anschließend erfolgte ein Gespräch mit Monsignore Paul Tighe, dem Sekretär des päpstlichen Rates für soziale Kommunikationsmittel. Auch die katholische Kirche benutzt die modernen sozialen Netzwerke, wie zum Beispiel Twitter, um die Botschaften des Evangeliums und des Papstes in die ganze Welt zu tragen.

Die Kirche wirkt aber nicht nur durch die sozialen Medien nach außen, sondern ist auch politisch aktiv. Das Völkerrechtssubjekt des Heiligen Stuhls vertritt den Staat der Vatikanstadt nach außen hin und unterhält zahlreiche diplomatische Beziehungen.

Monsignore Dr. Florian Kolfhaus führte die Mitglieder des Mediennetzwerkes durch den Apostolischen Palast und das Staatssekretariat, dem außenpolitischen Amt der römischen Kurie. Danach stand ein Treffen mit Kardinal Paul Josef Cordes in der Basilika San Lorenzo in Piscibus an, wo das Weltjugendtagskreuz untergebracht ist. Kardinal Cordes erzählte von der geschichtlichen Entwicklung der Weltjugendtage und betonte dabei den verbindenden Charakter dieser Veranstaltung.

Auf dem Programmplan standen noch viele weitere Punkte, wie zum Beispiel der Besuch der Kaserne der Schweizergarde und der ältesten Ikone Roms mit dem Journalisten Paul Badde.

„Wir konnten uns einen guten Eindruck von der Komplexität der Kirche machen und dabei auch unseren Glauben vertiefen. Vor allem in der heutigen Zeit ist es von großer Bedeutung, dass sich die gläubigen jungen Katholiken untereinander vernetzen und für ihren Glauben in der Öffentlichkeit einstehen. Ich denke, dass wir besonders heute Glaubenszeugnisse ablegen und authentisch von unserem Glauben reden müssen, damit wir unsere Standpunkte im öffentlichen Diskurs optimal vertreten“, berichtet Philipp Fiala.

„Auch wenn die Kirche zur Zeit von vielen Seiten kritisiert wird, ist es wichtig, dass wir den Leuten vermitteln, dass der Glaube gut ist und wir eine frohe Botschaft zu verkündigen haben.“

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