Initiative fasst die Senioren fest in den Blick

Von: Adi Zantis
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Sie hatten im Seniorenkreis der evangelischen Gemeinde viele Anregungen vorgestellt (v. l.) Pfarrer Charles Cervigne, die Koordinierungsbeauftragte Monika Sandjon und CDU-Bürgermeister-Kandidat Ralf Claßen. Foto: Zantis

Aldenhoven. Zum Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe hatte der Seniorenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Aldenhoven Monika Sandjon von der Koordinierungsstelle in der Dürener Kreisverwaltung und den Aldenhovener CDU-Ratsherrn und Bürgermeister-Kandidaten Ralf Claßen eingeladen.

In der Begrüßung sprach Pfarrer Charles Cervigne von „einem wichtigen Thema für die Gemeinde“ und stellte fest, dass der Kreis Düren von der Koordinierungsstelle „Pro Seniorinnen und Senioren“ „mehr zu bieten hat als wir derzeit wissen“. Cervigne sah in dem Engagement von Ralf Claßen die „Zusammenfassung organisierter Erfahrungswerten“, in denen man sich „mit dem Ziel für ein regelmäßiges Treffen mit Erfahrungsaustausch“ bemühen sollte.

In ihrem Referat stellte Monika Sandjon die Frage „Wie sieht das aktuelle Angebot für die Seniorenarbeit aus?“ und „Was kann sich zukünftig entwickeln?“. Dabei stellte sie vor allem „Handlungsempfehlungen an die Politik“ in den Vordergrund. In der Bildung der IsaR, der Interessengemeinschaft Seniorarbeit im Raum Düren/Jülich, hat sich eine Institution etabliert, die sich zur Förderung der Zusammenarbeit im Kreis Düren verschiedenen Themengruppen zugewandt hat. Hier werden Schwerpunkte gesetzt und einzelne Projekte unter dem Motto „Aktiv-vor-Ort-Treffen“ in den Gemeinden durchgeführt.

Die Referentin bezeichnete die „IsaR-Kerngruppe als Leitbild“ und verwies auf inhaltsreiche Schwerpunkte wie: „Wir gemeinsam“, „Wünsche und Ideen“, „Seniorenwegweiser für alle alltäglichen Angelegenheiten“, „Offene Altenarbeit“, „Senioren erzählen“, „Ein Gespräch tut gut“ und die „Schreibwerkstatt“. Hier sieht sie besonders „ein Konzept zum Aufbau eines Netzwerkes“: „Ich für mich, Ich mit anderen, Ich mit den anderen für andere“.

Handlungsbedarf

Nach Ralf Claßen stellen sich die Fragen „Wie schafft Aldenhoven den Wechsel zu einer seniorenfreundlicheren Gemeinde?“ und „Welche Angebote gibt es in Zukunft für ältere Mitbürger/innen und ihre Angehörigen?“ Nach seiner Einschätzung „gibt es dringenden Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen“. Dabei ist die Erkenntnis „Wir müssen handeln!“ ein wichtiger Schritt. Auch für Aldenhoven gilt der Sachstand an Hand von „Gebrechlichkeit, Vereinsamung, Abgeschiedenheit“. Für die Zukunft wünscht sich Claßen: „Hier müssen wir Lösungen finden!“ und verknüpfte die Fragestellung „Älter werden in Aldenhoven?“ mit der Feststellung: „Jeder ist betroffen!“

Auch außerhalb des Kernorts

In der abschließenden Diskussion wurde unter anderem auch auf bereits bestehende Angebote in Aldenhoven hingewiesen wie z. B. die regelmäßigen Zusammenkünfte in der Cafeteria der Seniorenwohnanlage Gut Köttenich. Auch das „Vor-Ort-Treffen“ ist wichtig und daher sollte man sich um eine Zusammenführung in den einzelnen Ortsteilen bemühen, denn es zählt nicht nur der Kernort Aldenhoven allein. Schwerpunkte sind auch „Vernetzung“ und „altersgerechte Mobilität“. In diesen wichtigen Fragen sei deshalb auch „ein Umdenken in der Politik wichtig und notwendig“, denn: „Initiieren kann nur die Politik, nicht die einzelnen Gruppen.“

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