Indener Feuerwehr muss weiter auf Brandschutzbedarfsplan warten

Von: ahw
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Inden. Gut gefüllt waren die Zuschauerplätze im Indener Rathaussaal bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Bürgerschaft interessierte sich offenbar nicht allein dafür, wie mit dem aktuellen Haushaltsplan verfahren wird.

Es hatte sich auch eine vielköpfige Delegation der Gemeindefeuerwehr eingefunden, die den Beschluss zur zweiten Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans erwartete, da damit auch die Anschaffung von Löschfahrzeugen und anderen Einsatzmitteln geknüpft ist.

Doch bis zur Debatte des Planes kam es gar nicht, denn auf Antrag von SPD-Fraktionsvorsitzendem Rudi Görke beschloss der Rat mehrheitlich, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen.

UDB-Sprecher Herbert Schlächter wertete den Antrag schlicht als „Unverschämtheit“, da der Plan entscheidungsreif gewesen und es verständlich sei, dass Niederziers Bürgermeister Heuser es ablehnt, den Brandschutz für die Indener Exklave Schophoven zu garantieren. Zur Hilfe seien die Niederzierer Wehrleute auf gesetzlicher Grundlage sogar verpflichtet, ergänzte Heinz Bellen (UDB).

Elmar Gasper (CDU) beeilte sich zu versichern, dass der Brandschutzbedarfsplan lediglich eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes darstelle und mit der Vertagung die Arbeit der Feuerwehr nicht gefährdet sei. Dadurch würden weder Investitionen ausgesetzt noch Versprechen gegenüber der Feuerwehr gebrochen. „Keiner möchte der Feuerwehr Steine in den Weg legen, aber wir sind noch nicht so weit“, schlug Hella Rehfisch (Bündnisgrüne) in die gleiche Kerbe.

Gisela Wacker, Fachbereichsleiterin in der Gemeindeverwaltung, schilderte, dass der Bedarfsplan bereits am 15. März der „Arbeitsgruppe Feuerwehr“ zugesandt worden sei. „Wir wissen nicht mehr, was wir noch machen sollen“, fasste sie ihre Ratlosigkeit in Worte. „Wir danken auch“, sagten einzelne Wehrleute, als sie fluchtartig den Saal verließen.

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