Indener brauchen 2016 keine Steuererhöhungen zu befürchten

Von: ahw
Letzte Aktualisierung:

Inden. Erst die gute Nachricht aus der jüngsten Sitzung des Indener Gemeinderates: Nachdem die geplante Verabschiedung des Nachtragshaushaltes schon nach den Beratungen im Haupt- und Finanzausschuss in den Herbst vertagt worden war, ist auch eine Steuererhöhung im laufenden Jahr vom Tisch.

Da auch dieser Beratungspunkt von der Tagesordnung verbannt wurde, sind 2016 keine rückwirkenden Änderungen der Realsteuerhebesätze mehr möglich.

„Vielleicht ist die Sommerpause ganz gut, um mit der schwierigen Haushaltssituation klar zu kommen“, sagte Bürgermeister Jörn ­Lan­ge­f­eld, der auf Anfrage über die wesentlichen Entscheidungen der Gemeindevertretung informierte. Die Redaktion hatte keine Beobachter entsandt, weil sie nach einer Verkettung unglücklicher Umstände keine Einladung zur Sitzung erhalten hatte, die von der Bürgerschaft offenbar bestens besucht worden ist.

Da der Bürgermeister derzeit ohne Hauptamtsleiter, ohne langzeiterkrankten Kämmerer und dessen Stellvertreter auskommen muss, hatte er sich zuletzt an den Kreis Düren mit der Bitte um Hilfe gewandt. Dort sei das Problem zwar gesehen worden, konkrete Hilfestellung habe er aber in Düren nicht erhalten, sagte Langefeld.

Der hat inzwischen damit begonnen, Aushilfskräfte aus benachbarten Kommunen zu engagieren – namentlich aus Langerwehe – um im Sommer den Nachtragshaushalt auf solide Füße zu stellen. Dazu soll auch und vor allem der neue Hauptamtsleiter beitragen, „der auch Haushalt kann“, wie der Bürgermeister weiter berichtete.

In Sachen Nachtragshaushalt, den er bei der Einbringung mit drastischen Auswirkungen illustriert hatte, hofft er auf einen „heilsamen Schock“ und würde sich außerdem wünschen, „dass sich die Politik bewegt und Vorschläge unterbreitet, um eine hohe Steuerbelastung der Bürger künftig zu verhindern“.

Die in der vorangegangenen Sitzung beschlossene Haushaltssperre bestätigte der Gemeinderat mit 14:10-Stimmen und wies damit die Beanstandung durch den Bürgermeister zurück, die bislang verhindert hat, dass die Sperre wirksam wird. Nun muss die Kommunalaufsicht beim Kreis Düren entscheiden, ob die ohnehin mit diversen Ausnahmen verbundene Haushaltssperre ihre Wirkung entfalten kann.

Nur die Frenzer Ortsvorsteherin Hella Rehfisch stimmte beim Bebauungsplan „Sportplatz Frenz“ gegen die Erweiterung des Geltungsbereichs und den Erlass einer Veränderungssperre. Mit den Beschlüssen verschafft sich der Rat Zeit, um die Bebauung des Platzes nicht zu gefährden. Im Umfeld ist die Erweiterung eines landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebs beantragt, der das Baugebiet gefährde. Mit den Bewohnern soll eine einvernehmliche Lösung gesucht werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert