Inden plant Neubau für Flüchtlinge in Schophoven

Von: jan
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Inden. Die Gemeinde Inden plant einen Neubau, um Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Der Ausschuss für Gemeindeplanung und -entwicklung hat in seiner jüngsten Sitzung einen Komplex in Einfachbauweise auf den Weg gebracht.

In diesem können 56 Menschen in acht Wohnungen untergebracht werden. Zudem hat der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, diesen Neubau am Ortsrand von Schophoven am Kalkweg durchzuplanen. Beschlossen ist der Neubau an diesem Standort damit nicht, alternative Standorte könnten auch in Lamersdorf am Frenzer Weg oder Inden/Altdorf an der Römerstraße sein.

Dem Beschluss, Schophoven als Standort mit der höchsten Priorität anzusehen, ging eine lange Diskussion voraus. Nach Angaben der Verwaltung eignet sich der Kalkweg am besten, da ein Kauf der Fläche vom Eigentümer RWE Power möglich, das Grundstück erschlossen und für das Gebäude hinreichend Platz vorhanden sei. Ersten Plänen nach, die der Aachener Architekt Manfred Hammers vorstellte, könnte der Bau Ausmaße von 11 mal 45 Meter haben. Viele Besucher, vor allem Schophovener, verfolgten die Sitzung.

Der sachkundige Bürger Bernd Krings (CDU) gab zu bedenken, dass ein solcher Bau für Probleme in Schop­hoven sorgen könnte, weil damit der Wert der Immobilien im Umfeld gemindert werden könnte. „Das ist ein Umsiedlungsstandort. Die Menschen haben dort investiert“, sagte Krings, der betonte, grundsätzlich dafür zu sein, Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Hans-Josef Schulten (SPD) sagte, dass es „fatal sei, da jetzt schon eine Vorverurteilung“ vorzunehmen, Josef Johann Schmitz (SPD) sagte auf Krings‘ Argument, dass die umliegenden Immobilien mit dem Neubau unverkäuflich werden könnten: „Vor einer solchen Diskussion warne ich ausdrücklich.“ Auch deshalb, weil Inden alles dafür tun müsse, dass Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser erhalten bleiben und deswegen andere Möglichkeiten geschaffen werden müssten.

Der Schophovener Ortsvorsteher Matthias Hahn, dem als Nicht-Mitglied Rederecht eingeräumt wurde, mahnte vor der Abstimmung, dass eine solche Entscheidung Auswirkung auf die Umgebung haben könnte und dass es wichtig sei, dass es begleitende Konzepte gebe für eine Ortschaft wie Schophoven, in der es keine Nahversorgung und keinen freien Kita-Platz mehr gebe. „Bitte nehmen Sie die Menschen mit, die vor Ort betroffen sind“, sagte er.

Mit Ausnahme von Krings stimmte der Ausschuss für Schop­hoven. Maßgabe für den Neubau soll sein, dass er nach einem Ende der Nutzung als Flüchtlingsheim aufgewertet werden kann.

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