Inden/Altdorf feiert 900. Pflichtspiel auf Verbandsebene

Von: hfs.
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Schon seit über 50 Jahren ist Hans Giesen Platzwart bem FC Inden/Altdorf. Auf dem Bild zeigt der 81-Jährige stolz die Mannschaften Borussia Inden (l.) und SC Altdorf, welche die erfolgreiche Fusion im Jahre 1995 eingegangen waren. Foto: hfs.

Inden/Altdorf. Wenn am Pfingstmontag um 15 Uhr Schiedsrichter David Kunz die Bezirksligapartie zwischen dem heimischen FC Inden/Altdorf und dem TSV Hertha Walheim II anpfeift, dann wird es aus Sicht der Inden/Altdorfer ein Jubiläumsspiel sein.

„Natürlich ist dies für uns ein Jubiläumsspiel. Denn welcher Verein kann schon von sich behaupten, seit 30 Jahren auf Verbandsebene zu spielen?“, sagt Karl-Heinz Bünten, der seit 30 Jahren als sportlicher Leiter fungiert. Und schon seit vielen Wochen um dieses Ereignis weiß, denn er hat noch genau das Ereignis vor Augen, als die damals noch eigenständige Borussia aus Inden ihr erstes Heimspiel auf Bezirksliga-Niveau bestritt.

Damals, so erinnert sich Bünten, hieß der Gast Dollendorf-Ripsdorf, ein Verein von der Oberahr, der heute in der dortigen Kreisliga B kickt. Der damalige Auftakt auf Verbandsebene ging für die Indener mit 4:5 verloren, die fünf Gegentore schoss ein Spieler namens Robert Schmitz, der in der damaligen Saison mit 70 Toren Torschützenkönig wurde, später als Profi beim 1. FC Köln anheuerte, dann in der Champions League auftauchte.

Solche Karäter hatte die Borussia damals nicht, dafür aber hoch talentierte Spieler wie Heinz-Willi Brock, Walther Weisweiler oder Jakob Braun. „Die spielten damals in der A-Jugend, wir hatten eine hervorragende Mannschaft, die dann zum Grundgerüst unserer ersten Mannschaft wurde“, berichtet Bünten.

Kein einziger verließ den Verein

Denn es ist das 900. Pflichtspiel des Gastgebers auf Verbandsebene, der man seit über 30 Jahren ununterbrochen angehört.

Morgens spielten die Jungs in der A-Jugend, nachmittags dann in der ersten Mannschaft, die im Jahre 1979 den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffte. Mit einem Trainer Werner Freialdenhoven, der die Elf kontinuierlich weiterentwickelte. Als man im Jahre 1984 den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte, schien man am Ende des Ziels angelangt.

Doch weit gefehlt, vier Jahre später war es der Trainer Gerd Marx aus Jülich, der Inden in die Landesliga führte. Wieder waren maßgeblich beteiligt die Ex-Jugendlichen, die es aber auch nicht verhindern konnten, dass die Borussia schon ein Jahr später auf Grund des schlechteren Torverhältnisses die Landesliga wieder verlassen musste.

„Aber trotz des damaligen Abstiegs hat kein einziger Spieler den Verein verlassen“, sah und sieht Bünten dies als „Zeichen einer guten Vereinsführung und eines hervorragenden Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft an.“

Aber die damaligen gesellschaftlichen Entwicklungen machten auch vor der Borussia nicht halt. Es zeichnete sich ab, dass der Verein alleine nicht überleben würde. So war sich der damalige Vorsitzenden Arno Fehr mit seinen Vorstandskollegen einig, nach einem Partner zu suchen.

Den man dann auch beim damaligen SC Altdorf fand. Auch dort - früher waren sich beide Vereine nicht gerade „grau“ - zeichneten sich Verschleißerscheinungen ab. Und es war dem dortigen Vorsitzenden Peter Heuser zu verdanken, dass es zu einer Fusion kam. Er appellierte in zwei denkwürdigen Versammlungen nicht nur an seine Vereinsmitglieder, sondern auch an die der Borussia, dass bis dahin vorherrschende Kirchturmdenken in beiden Vereinen aufzugeben, um langfristig den Spielbetrieb hüben wie drüben zu sichern. Im Sinne einer vernünftigen Lösung eine Fusion anzustreben.

Die funktioniert bis auf den heutigen Tag, eingeleitet im Jahre 1995 zum FC Inden/Altdorf 09/21. Die funktionierte so prächtig, auch Dank des unermüdlichen Einsatzes der ehemaligen Altdorfer Alfred Fittkau und Friedel Ernst, die auch heute noch an maßgeblichen Funktionen als Kassierer und stellvertretender Obmann im Vorstand aktiv sind, dass nur drei Jahre nach dem Zusammenschluss der erneute Aufstieg in die Landesliga mit Trainer Franz-Josef „Büb“ Hansen glückte.

Auch wenn man danach wieder absteigen musste, man blieb der Verbandsebene als Bezirksligist erhalten. Dazu trugen auch über die Jahre die Vorsitzenden Hans Menzel, Peter Heuser, Erich Böhmer und jetzt Franz-Josef Mainz bei. „Alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dass der Verein gedeiht, dass wirs stolz sein können, dass wir nun das 900. Spiel auf Verbandsebene bestritten können.“

Hebt Obmann und zweiter stellvertretender Vorsitzender Karl-Heinz Bünten hervor. Der sicher ist, dass auch die kommende, neue Bezirksliga-Saison, erfolgreiche ablaufen wird.

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